Kategorien
Nachhaltigkeit

Veganismus – Teil 4 – Aktiv gegen Unrecht

Je nach Freundes- und Familienkreis wird man sich mit zunehmend veganem Lebensstil auch gewissen interessierten Fragen, Diskussionen oder auch Provokationen ausgesetzt sehen. Der Erfahrung nach hilft es vor allem, gut informiert zu sein und einen kühlen Kopf zu bewahren. /// Depending on your circle of friends and family, an increasingly vegan lifestyle will also expose you to certain interested questions, discussions or even provocations.Experience shows that it helps above all to be well informed and to keep a cool head.

Aktiv gegen Unrecht – und dabei selbst entspannt bleiben

von Mitarbeiterin Sinah

English version below

Hilfe, ich bin ein Exot?! Diskussionen
Je nach Freundes- und Familienkreis wird man sich mit zunehmend veganem Lebensstil auch gewissen interessierten Fragen, Diskussionen oder auch Provokationen ausgesetzt sehen. Cool bleiben! Der Erfahrung nach hilft es vor allem, gut informiert zu sein und einen kühlen Kopf zu bewahren. Dann kann es durchaus passieren, dass ein Teil des engeren Umfelds sich ohne tiefgehende Diskussionen mit der Zeit dem veganen Lebensstil anschließt. 

  1. Informiert sein. Es gibt zahlreiche belastbare Argumente für veganes Leben. Wer die im Kopf hat und sie mit ein paar Zahlen spicken kann zeigt, dass er es ernst meint.
  2. Wirklich informiert sein! Leider zieht der Veganismus viele Menschen und Meinungen an, die unglaubwürdig bis gefährlich sind. Bleib sensibel für das Erkennen von Verschwörungsideologien, rechter Unterwanderung, Esoterik und überzogenen gesundheitlichen Vorteilen.
  3. Rückfragen stellen, ohne zu provozieren. Das hilft in Diskussionen, sich aus der Opferrolle zu befreien (Wer fragt, führt) und das Gegenüber zum Nachdenken anzuregen. Man sollte darauf achten, keinen vorwurfsvollen Unterton anzuschlagen.
  4. Merken, wenn nicht der richtige Zeitpunkt ist. Wenn du gerade einfach in Ruhe essen möchtest oder dein Gegenüber ohnehin nur auf Provokation aus ist, dann sag deutlich, dass du gerade nicht über dieses Thema sprechen möchtest. Manchmal ist es vergebene Mühe und tut einem selbst einfach nicht gut. Umgekehrt ist es kontraproduktiv, anderen am Tisch das Essen madig zu reden.
  5. Vorleben und einladend sein. Neben Aktivismus ist das die beste Methode, um andere Menschen für den Veganismus zu begeistern. Gemeinsam Kochen, Spaß haben und einfach beständig bleiben sind besonders angenehm und nachhaltig für alle Beteiligten.
  6. Dranbleiben. Mitunter kann es mühselig sein, immer wieder die gleichen Diskussionen zu führen. Da kommt man irgendwann zu dem Gedanken, es ändere sich doch ohnehin nie was. Steter Tropfen höhlt den Stein! Gib nicht auf, steh zu deinen Werten und hol dir Unterstützung bei Gleichgesinnten.

Aktiv werden

Vegan leben ist ein sehr wichtiger Schritt, um sich an etlichen Ungerechtigkeiten nicht mehr zu beteiligen. Es ist entsprechend allerdings auch recht passiv. Vorleben kann viel bewirken, aber um die Probleme auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu bearbeiten braucht es Menschen, die sich aktiv für Veränderung einsetzen. Und oft möchte man die Dinge auch einfach in die Hand nehmen, sobald man für die Thematik sensibilisiert ist. Gerade weil die Gründe für Veganismus so vielseitig sind eröffnen sich auch diverse Möglichkeiten, nach eigenem Interesse aktiv zu werden. Tierrechte, Klimabewegung, Menschenrechte und Naturschutz profitieren letztlich alle davon. Hier ein paar Anregungen:

  1. Straßenaktivismus in Trier. Die Gruppe Animal Liberation Trier http://al-trier.com/ hält jeden Samstag sogenannte Cubes in der Innenstadt ab. Eine friedliche und effektive Demonstrationsform, bei der die Teilnehmenden in der Fußgängerzone stehen, währenddessen Videos aus der Tierindustrie abspielen und mit Interessierten gezielte Gespräche darüber führen. Die Gruppe ist aber auch offen für weitere Aktionsformen. Wittlich Pig Save https://www.instagram.com/wittlichpigsave/ führen Vigils durch, das heißt sie dokumentieren die Anlieferung von Schweinen am Schlachthof Wittlich und geben ihnen nach Möglichkeit etwas Wasser. Auch Bewegungen wie Fridays for Future sind eine gute Anlaufstelle. Grundsätzlich gibt es diverse Straßenaktionsformen, die von Gesprächen über Demonstrationszüge bis hin zu zivilem Ungehorsam reichen und die alle ihre Berechtigung haben.
  2. Aktiv an der Uni. Bei uns im Referat besteht die Möglichkeit, das Thema an der Uni und beim Studiwerk voranzutreiben. Unsere Mensa hat hinsichtlich des pflanzlichen Essensangebots noch viel Luft nach oben, sodass über verschiedene Wege versucht werden kann, das Studiwerk zu überzeugen. Es besteht auch die Möglichkeit, Formen des Straßenaktivismus an der Uni durchzuführen und damit StudentInnen zu sensibilisieren. Manche Unis haben auch entsprechende Hochschulgruppen bzw Referate. Vielleicht auch eine Idee für Trier?

https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/referate/tierrechte

http://www.vegane-hochschulgruppe.de/

Im Einsatz für vegane Unimensen: https://food4thoughtcampaign.org/en/home/

3. Eigenen Einfluss vervielfachen. Soll heißen: schreib eMails ans Studiwerk oder an PolitikerInnen und Behörden und frag im Supermarkt oder Restaurant gezielt nach veganen Produkten. Es sind diese kleinen aktiven Handlungen, die sich aufsummieren und Kritik bzw Anregungen bei Personen und Einrichtungen mit Änderungsmacht anbringen. Dadurch kann man quasi ohne viel Aufwand ein exponentielles Veganwachstum anregen. Und: steter Tropfen höhlt den Stein.

4.Onlineaktivismus. Erfordert Fingerspitzengefühl, schließlich möchte man seine Follower und Facebookfreunde nicht vergraulen. Aber ab und an über Social Media auf aktuelle Geschehnisse aufmerksam zu machen oder gute Gedanken zu teilen, kann effektiv sein. Insbesondere dann natürlich, wenn man eine entsprechende Reichweite hat. Inspirieren lassen kannst du dich von vielen großartigen Seiten. Hier ein paar zur Auswahl:

Buntes Programm bei Pia: https://www.instagram.com/piakraftfutter/

Bissige Kommentare zu aktuellen Themen: https://graslutscher.de/

Vielleicht die besten veganen Comics: http://vegansidekick.com/

Argumente abgefrühstückt: http://der-artgenosse.de/

5. Orgas unterstützen. Sei es durch Spenden, denn Geld ist Macht, oder durch aktive Teilnahme als Freiwillige/r oder MitarbeiterIn. Zum Beispiel bei folgenden NGOs:

https://www.ariwa.org/aktiv-werden/

https://albert-schweitzer-stiftung.de/helfen/aktiv

https://animalequality.de/wie-kann-ich-helfen/

https://www.soko-tierschutz.org/helfen

6. Vernetzen und weiterentwickeln. Das geht über Teilnahme an Gruppenaktivitäten, Veranstaltungen wie vegane Brunches (zB von uns oder Animal Liberation Trier), Vorträgen und Konferenzen. Besonder sei hier hingewiesen auf die International Animal Rights Conference, die einmal jährlich in Luxemburg stattfindet. 2020 im Onlineformat: https://ar-conference.org/ 

Gemeinsam sind wir stark!

Active against injustice – and remain relaxed at the same time

by Co-Worker Sinah

Help, I’m an exotic?! Discussions

Depending on your circle of friends and family, an increasingly vegan lifestyle will also expose you to certain interested questions, discussions or even provocations. Stay cool! Experience shows that it helps above all to be well informed and to keep a cool head. Then it can happen quite well that a part of the closer environment without deep discussions joins the vegan lifestyle with the time.
1. Be informed. There are many strong arguments for vegan living. Who has those in the head and it with a few numbers spicken can show that he means it seriously.
2. To be really informed! Unfortunately Veganism attracts many people and opinions that are unbelievable to dangerous.

3. Remain sensitive to the recognition of conspiracy ideologies, right infiltration, esotericism and excessive health benefits.
4. Ask questions without provoking. This helps in discussions to free oneself from the role of victim (He who asks, leads) and to encourage the other person to think. One should be careful not to strike an accusatory undertone.
5. Realise when it is not the right time. If you just want to eat in peace or your counterpart is only looking for provocation anyway, then say clearly that you do not want to talk about this topic right now. Sometimes it is a wasted effort and does you no good. On the other hand, it is counterproductive to criticize others at the table.
6. Set an example and be inviting. Besides activism, this is the best way to get other people interested in veganism. Cooking together, having fun and simply staying consistent are particularly pleasant and sustainable for all involved.
7. Stay tuned. Sometimes it can be tedious to have the same discussions over and over again. At some point you get the idea that nothing will ever change anyway. Constant dripping wears the stone! Don’t give up, stand by your values and get support from like-minded people.

Become active

Living vegan is a very important step to stop participating in many injustices. It is accordingly however also quite passive. To work on the problems on social and political level it needs humans, who actively engage themselves for change. And often you just want to take things into your own hands as soon as you are sensitized for the topic. Just because the reasons for Veganismus are so versatile also various possibilities open themselves to become active after own interest. Animal rights, climate movement, human rights and nature conservation all profit from it in the end. Here a few suggestions:

1. Street activism in Trier. The group Animal Liberation Trier http://al-trier.com/ holds so-called Cubes in the city centre every Saturday. This is a peaceful and effective form of demonstration in which the participants stand in the pedestrian zone while videos from the animal industry are played and targeted discussions are held with interested parties. The group is also open to other forms of action. Wittlich Pig Save https://www.instagram.com/wittlichpigsave/ carry out vigils, i.e. they document the delivery of pigs to the Wittlich slaughterhouse and give them some water if possible. Movements like Fridays for Future are also a good place to go. Basically, there are various forms of street action, ranging from talks to demonstrations to civil disobedience, all of which have their justification.

2. Active at the university. In our department there is the possibility to promote the topic at the university and at the Studiwerk. Our cafeteria still has a lot of room for improvement with regard to the plant-based food supply, so that there are various ways to try to convince the Studiwerk. There is also the possibility to carry out forms of street activism at the university and thus to sensitize students. Some universities also have corresponding university groups or departments. Maybe an idea for Trier?
https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/referate/tierrechte
http://www.vegane-hochschulgruppe.de/
In use for vegan unimens: https://food4thoughtcampaign.org/en/home/

3. Multiply your own influence. That means: write eMails to the Studiwerk or to politicians and authorities and ask specifically for vegan products in the supermarket or restaurant. It is these small active actions that add up and bring criticism or suggestions to people and institutions with the power to change. Thus one can stimulate an exponential vegan growth quasi without much expenditure. And: constant drop hollows the stone.

4. Online activism. Requires a sure instinct, after all, you don’t want to scare away your followers and Facebook friends. But occasionally using social media to draw attention to current events or share good thoughts can be effective. Especially if you have the appropriate reach, of course. You can be inspired by many great sites. Here are a few to choose from:

A colourful program at Pia: https://www.instagram.com/piakraftfutter/

Biting comments on current topics: https://graslutscher.de/

Perhaps the best vegan comics: http://vegansidekick.com/

Breakfast of arguments: http://der-artgenosse.de/

5. Support organisations. Be it through donations, because money is power, or through active participation as a volunteer or employee. For example with the following NGOs:

https://www.ariwa.org/aktiv-werden/

https://albert-schweitzer-stiftung.de/helfen/aktiv

https://animalequality.de/wie-kann-ich-helfen/

https://www.soko-tierschutz.org/helfen

Networking and further development. This includes participation in group activities, events like vegan brunches (e.g. from us or Animal Liberation Trier), lectures and conferences. Special mention should be made of the International Animal Rights Conference, which takes place once a year in Luxembourg. 2020 in online format: https://ar-conference.org/

Together we are strong

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.