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Animal Liberation


Animal Liberation: Aktivismus für Tiere

Hinweis: Der folgende Text stammt von der Gruppe Animal Liberation Trier und wurde von uns unverändert übernommen. Wir machen uns die Inhalte und Aussagen der Gruppe nicht zu eigen, sondern veröffentlichen lediglich den übergebenen Text.

Wir sind Animal Liberation Trier, eine offene, unabhängige Gruppe von Aktivist*innen aus Trier und Umgebung. Wir sehen uns als Teil der internationalen Tierbefreiungsbewegung und kämpfen mit allen zusammen, die unsere Ansichten und Werte teilen.

Bei uns sind alle Menschen willkommen, die – wie wir – eine Welt ohne Tierausbeutung anstreben. Ausgenommen hiervon sind Menschenfeinde, die andere abwerten, sei es aufgrund von Behinderung, Geschlecht, Hautfarbe, Körper, Religion, Sexualität oder sonstigen menschlichen Eigenschaften. Diese Personen werden in unseren Reihen nicht geduldet.

Unsere Gruppe soll ein sicherer und offener Raum sein, in dem wir uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam wachsen können. Bei uns ist es keine Pflicht, vegan zu leben. Jedoch sollte allen bewusst sein, dass eine Welt ohne Tierausbeutung nur mit einer veganen Lebensweise möglich ist. Zumindest der Anspruch sollte also vorhanden sein, wir unterstützen euch gerne dabei.

Unser Ziel ist eine Welt, in der die Tiere nicht mehr durch uns Menschen ausgebeutet und wie Nahrung, Handelsgut, Schädlinge, Versuchs- oder Unterhaltungsobjekte behandelt werden. Eine Welt, in der Tiere als die bewussten und fühlenden Individuen gesehen werden, die sie sind, die genauso unseren Respekt verdienen wie andere Menschen und in der wir unsere Umwelt schonen und nachhaltig mit ihr umgehen.

Wir wollen die Abschaffung der gesellschaftlichen Gewalt gegen Tiere, eine Reformierung oder Verminderung des Tierleids kann allenfalls als Zwischenschritt gesehen werden!

Wir setzen uns mit Demonstrationen und anderen Aktionen aktiv gegen Tierausbeutung ein. Andere Gruppen und Kampagnen versuchen wir dabei, wo auch immer möglich, aktiv zu unterstützen.

Ökologische Aspekte sollen nicht zu kurz kommen, da die fortschreitende, weltweite Zerstörung der Umwelt schwere Folgen für Tiere und Menschen hat, die in und von ihr leben. Gerade auch tierausbeutende Industrien haben großen Anteil daran.

Deshalb versuchen wir auch innerhalb der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung das Verständnis dafür zu fördern, wie Kämpfe für Menschen, Tiere und Natur zusammenhängen.

 

Unsere regelmäßige Aktion:

Animal Liberation Cube, der jeden Samstag von 14-17 Uhr in der Trierer Innenstadt stattfindet.

 

Was machen wir genau?

Der ‚Animal Liberation Cube‘ ist eine friedliche und stationäre Demonstration. Wir versuchen Passant*innen durch die Kombination von Videos der lokalen und internationalen Tierindustrien und auf moralischen Grundsätzen basierenden Gesprächen zu einer veganen Lebensweise zu führen.

Andere Veranstaltungen beinhalten einen veganen Mitbringbrunch am Sonntag eines jeden Monats (aufgrund der aktuellen Situation pausiert) sowie unregelmäßige Infostände zu Tierprodukten wie Milch, Leder, Pelz und Wolle. Außerdem organisieren wir Demonstrationen gegen Zirkusse und andere Angebote, die Tiere ausnutzen. An Halloween machen wir jährlich einen Zombiewalk durch Trier unter dem Motto „Fleisch ist nur für Zombies“. Auch außerhalb von offiziellen Veranstaltungen treffen wir uns zum veganen Essen (beispielsweise zu einer Burger Night), Silvesterfeiern und anderen sozialen Aktivitäten!

Für mehr Informationen über unseren Cube könnt ihr gerne in der Beschreibung unseres nächsten Events reinschauen: https://www.facebook.com/events/925758014566941/

Wenn ihr mitmachen möchtet und/oder ihr generelle Informationen über andere Veranstaltungen und Updates haben möchtet, könnt ihr unserer Facebook-Orga beitreten (vergesst nicht, die Fragen zu beantworten ☺️): https://www.facebook.com/groups/1895281294065510

 

💬 Für mehr Informationen könnt ihr uns auf folgenden Kanälen finden:

Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/animalliberationtrier/

Instagram-Profil:

https://instagram.com/animalliberationtrier?igshid=2z2gvaj8bwi6

Homepage:

al-trier.com

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Aktivismus

Heute möchten wir uns mit Aktivismus beschäftigen. Was genau bezeichnet überhaupt Aktivismus? Eine kurze Ecosia-Suche spuckt hier eine Vielzahl von Ergebnissen aus, die je nach Themenfeld auch etwas unterschiedliche Blicke auf “Aktivismus” verdeutlichen. Allen gemein ist, dass Aktivist:innen auf informelle Art und Weise ihre Anliegen durchzusetzen versuchen.

Die Bandbreite an Themen ist riesig – quasi jedes politische Feld kann in Frage kommen. Klassische politische Themen aus der Nachhaltigkeitsecke sind dabei die Anti-Atomkraft-Bewegung, Tierschutz, Umweltschutz, Klimaschutz. Aber auch andere Bereiche sind nicht zu vernachlässigen – Anerkennung von Menschen mit Behinderungen, die Black-Lives-Matter-Bewegung oder die intensive Unterstützung von Geflüchteten, der Einsatz für mehr Datenschutz, für Bürger:innenrechte oder Rechtsstaatlichkeit. Diese Auflistung könnte man sehr, sehr lange weiterführen. Aktivismus ist dabei nicht nur ein Mittel Linker, sondern kann aus jedem politischen Spektrum heraus passieren. 

Es gibt eine Vielzahl von verbreiteten Möglichkeiten, wie zum Beispiel Demonstrationen, Blockaden oder auch das klassische Erstellen und Verteilen von Flugblättern – oder heutzutage auch Videos, Sharepics, Blogs etc. Menschen können dabei aber auch zu drastischeren Maßnahmen greifen und Häusern oder – in den letzten Jahren häufiger – Wäldern besetzen. Die drastischsten Formen nehmen bewusst die mögliche Schädigung des eigenen Körpers in Kauf wie zum Beispiel der Hungerstreik, der kürzlich auch von Aktivist:innen von Coloured Rain in Deutschland angewendet worden ist.

Die Vielfalt an Themen und Umsetzungsmöglichkeiten verdeutlicht, dass die Darstellung alleine in einem Text kaum möglich ist. Wir wollten dieses Semester daher eigentlich verschiedene Gruppen (Animal Liberation, Lokale Agenda 21, AG Frieden, Fridays/Students/Scientists For Future, solidarische Landwirtschaft Trier und viele mehr) einladen, damit sie sich und ihren Aktivismus im Rahmen eines Vortrags, einer Diskussion oder auch eines gemeinsamen Essens vorstellen können. Durch die COVID-19-Pandemie und den notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung konnten wir diese Veranstaltungen leider nicht durchführen. Sollte sich im kommenden Wintersemester die Möglichkeit ergeben, wieder Präsenzveranstaltungen in einem passenden Rahmen durchzuführen, möchten wir die Veranstaltungen gerne nachholen. Sollte das nicht möglich sein, versuchen wir, hierfür ein gutes online-Format zu finden.

Morgen werden wir mit der Gruppe “Animal Liberation Trier” anfangen, die über ihren Aktivismus berichten wird.

Zum Abschluss unseren digitalen Sommersemesters möchten wir Euch außerdem noch einen aktivistischen Filmtipp mitgeben: “Awake – A Dream from Standing Rock” Der Film handelt von der Standing Rock Bewegung gegen die Verlegung der Dakota Access Pipeline unter dem Missouri und durch eine Grabstätte der Sioux. Gegen dieses Vorhaben formierte sich die größte Protestbewegung der indigenen Bevölkerung in den USA der letzten Jahrzehnte. Seitens der Protestierenden wurde dabei auf Gewaltfreiheit gesetzt. Die Bewegung wurde dabei auch von nicht-indigenen Menschen unterstützt.

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Auswirkungen von Müll

Auswirkungen von Müll und was man dagegen tun kann

Von Haupt-Ref. Tobi

English version below

Was passiert mit dem Müll, der nicht korrekt entsorgt wird?

Einen Teil der Antwort kann jeder auf der Straße sehen: Zigarettenkippen, „to go“-Kaffeebecher, Plastikflaschen usw. begegnen einem dort täglich. Zum Teil werden die Abfälle von der Stadtreinigung entsorgt, zum Teil werden sie aber auch von Pflanzen überwuchert, von Vögeln zum Nestbau genutzt oder von Tieren gefressen, die dann zum Beispiel an einem Magen- oder Darmverschluss sterben können. Man kann auch regelmäßig Berichte von Tieren lesen, die sich bei der Futtersuche zum Beispiel in weggeworfenen Dosen verfangen haben und dann qualvoll verhungern – sofern sie nicht zufällig durch Menschen gefunden und gerettet werden.

Auch Zigarettenstummel sind alles andere als harmlos. Der Irrglaube, das die Kippenreste schon verrotten würden, ist weit verbreitet. Die Filter bestehen in der Regel aus einer Kunstfaser, die aus biologischem Material in einem in einem chemischen Prozess erzeugt wird und die nur sehr, sehr langsam verrottet. Außerdem enthalten die Filter haufenweise Giftstoffe, das ist ja nun einmal ihre Funktion. Und genau diese Giftstoffe werden in der Umwelt wieder freigesetzt und können Kleintiere und Fische ernsthaft gefährden und töten.

Letztendlich wird viel Müll vom Wind und anderen Einflüssen zum Meer getragen und sammelt sich hier in großen Müllstrudeln. Ein berühmtes, trauriges Beispiel und Mahnmal ist der Great Pacific Garbage Patch – der große Pazifikmüllfleck: 2008 bestand er aus ca. 100 000 000 t Plastikmüll. 80% des Mülls, der im Meer landet, kommt vom Land und wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es 2050 mehr Plastikmüll im Meer geben als Fische. Dabei ist es auch ein großes Problem, dass das Plastik auf seinem Weg in immer kleiner werdende Teile zerfällt bis es schließlich zu Mikroplastik wird. Dieses Mikroplastik lässt sich quasi nicht mehr aus der Umwelt entfernen.

Aber es gibt auch “unsichtbare” Einträge von Müll: Es gelangen zum Beispiel mit dem Waschen von Bekleidung winzige Plastikpartikel in die Umwelt, die von den Klärwerken nicht entfernt werden können. In unserer modernen Kleidung sind sehr oft Kunststofffasern verarbeitet – Polyester, Elasthane oder auch Neoprene. Gerade die zu Fasern gesponnenen und verwebten Polyester und Elasthane werden beim Waschen ausgespült und gelangen so in die Weltmeere.

Aber was kann man tun?

Es müssen sowohl der Nachschub an Müll reduziert werden als auch die bereits in die Umwelt eingetragenen Müllmassen entfernt werden.

Dafür muss aber auch ein Umdenken in der Bevölkerung geschehen: Weder Zigerattenstummel noch Kaffeebecher noch Plastikflaschen oder irgendein anderer Müll sollten einfach in die Umgebung geworfen werden. Das hat nicht nur einen ökologischen Nutzen, sondern verschönert auch ohne weiteren Aufwand das Stadtbild. Wer möchte schon lauter Müll vor der eigenen Tür haben?

Gleichzeitig müssen mehr erneuerbare Ressourcen eingesetzt werden – bei Verpackung (Papier, Pappe), Bekleidung (Baumwolle, oder besser noch ressourcenfreundlichere Fasern wie z.B. Hanf) und auch dem Häuserbau (Holz, Stroh-Lehm). Der Einsatz erneuerbarer Ressourcen ist dabei langfristig auch ein ökonomischer und politischer Gewinn, da weniger Ressourcen von zum Teil fragwürdigen Anbietern (z. B. Kohle, Öl, Gas) eingekauft werden müssen. Gleichzeitig sollten Einwegartikel möglichst durch Mehrwegartikel ersetzt werden. Dadurch entsteht ohne Komforteinbußen deutlich weniger Müll – und langfristig spart man damit auch Geld.

Als letztes bleibt dann eben auch: Aufräumen. In zahlreichen Städten werden von verschiedenen Gruppen immer wieder Clean-Ups durchgeführt, bei denen gemeinsam Müll gesammelt wird. Der Müll ist da und wird nicht von selbst verschwinden – er wechselt höchstens den Ort, zerfällt in kleinere Teile und verteilt sich weiter. Am Ende reichert er sich in Pflanzen, Tieren und am Ende Menschen an. Die Folgen die dadurch für unsere Umwelt und Gesundheit entstehen sind in ganzem Ausmaß noch nicht abzusehen.

Effects of waste and what can be done about it

by Haupt-Ref. Tobi

What happens to waste that is not disposed of correctly?

Part of the answer can be seen by anyone on the street: Cigarette butts, „to go“ coffee cups, plastic bottles, etc. you see there every day. Some of the waste is disposed of by the city cleaning service, but some of it is also overgrown by plants, used by birds to build nests or eaten by animals, which can then die, for example, from a stomach or intestinal obstruction. You can also read regular reports of animals that got caught in discarded cans while searching for food, for example, and then starve to death in agony – unless they are found and rescued by humans by chance.

Even cigarette butts are anything but harmless. The misconception that the cigarette butts are already rotting is widespread. The filters are usually made of a synthetic fibre, which is produced from biological material in a chemical process and which only rots very, very slowly. In addition, the filters contain heaps of toxins, which is what they do. And it is precisely these toxins that are released back into the environment and can seriously endanger and kill small animals and fish.

In the end, a lot of garbage is carried by the wind and other influences to the sea and collects here in large garbage swirls. A famous, sad example and memorial is the Great Pacific Garbage Patch – the great Pacific garbage patch: in 2008 it consisted of about 100 000 000 tons of plastic waste. 80% of the garbage that ends up in the sea comes from the land and if we continue as we are doing now, there will be more plastic garbage in the sea than fish in 2050. It is also a big problem that the plastic breaks down into smaller and smaller pieces on its way until it finally becomes microplastic. This microplastics can virtually no longer be removed from the environment.

But there are also „invisible“ entries of garbage: for example, when clothes are washed, tiny plastic particles are released into the environment which cannot be removed by sewage treatment plants. In our modern clothing, synthetic fibres are very often used – polyester, elastane or even neoprene. Especially the polyester and elastane spun and woven into fibres are rinsed out during washing and thus end up in the oceans.

But what can you do?

Both the supply of waste must be reduced and the masses of waste already released into the environment must be removed.

To achieve this, however, the population must also rethink its attitude: Neither cigar butts, coffee cups, plastic bottles or any other rubbish should simply be thrown into the environment. This not only has an ecological benefit, but also beautifies the cityscape without further expense. Who wants to have a lot of garbage in front of their own door?

At the same time, more renewable resources must be used – for packaging (paper, cardboard), clothing (cotton, or better yet, more resource-friendly fibres such as hemp) and also for building houses (wood, straw-clay). The use of renewable resources is also an economic and political gain in the long term, as fewer resources have to be purchased from sometimes questionable suppliers (e.g. coal, oil, gas). At the same time, disposable items should be replaced by reusable items wherever possible. This results in significantly less waste without any loss of comfort – and in the long term it also saves money.

The last thing that remains is to tidy up. In many cities, clean-ups are repeatedly carried out by different groups, in which waste is collected together. The garbage is there and will not disappear by itself – at most it changes location, breaks up into smaller pieces and spreads further. In the end, it accumulates in plants, animals and, in the end, people. The consequences for our environment and health are not yet foreseeable to the full extent.

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Verpackungsmüll


Verpackungsmüll

von Haupt-Ref. Tobi

English version below

Heute geht es um Verpackungsmüll. Wieviel entsteht davon, wo entsteht er und was passiert dann mit ihm? Bekanntlich werden Wertstoffe über gelbe Säcke, Papiertonnen, Glascontainer usw. getrennt gesammelt. Man hört immer wieder, dass es doch sowieso alles zusammengeworfen und verbrannt werden würde. Aber ist das denn wirklich so?

2017 fielen stolze 18 723 200 t Verpackungsabfälle in Deutschland an. Das sind pro Einwohner:in und Tag immerhin 0,62 kg, eine beeindruckende und erschreckende Menge. Mit Blick auf die Entwicklung geht der Trend auch seit Jahren zu immer mehr Verpackungsmüll. Eine entsprechende Publikation des Umweltbundesamtes enthält hierzu sehr aufschlussreiche Statistiken, die auch den zeitlichen Verlauf darstellen.

Aber was genau passiert dann mit den ganzen Verpackungen? Verbrennen? Deponieren? Oder etwa wiederverwerten?

In Deutschland werden Verpackungen über das Verpackungsgesetz von 2019 geregelt. Einen ersten Vorläufer hatte es in der Verpackungsverordnung von 1991, die auch mehrfach angepasst und überarbeitet worden ist. Das Ziel der Verpackungsverordnung ist die Reduzierung schädlicher Umweltauswirkungen u.a. durch kontrollierte bzw. regulierte Entsorgung und Verwertung von Verpackungsabfällen.

Über das Verpackungsgesetz ist zum Beispiel die getrennte Sammlung von gemischten Siedlungsmüll und Verpackungsabfällen vorgeschrieben. Außerdem sind dort in § 16 folgende Quoten für die Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling vorgeschrieben – also nix mit “es wird eh alles zusammen verbrannt”. Die Quoten für die verschiedenen Fraktionen sind:

Glas: 80 %, ab dem 01.01.2022 90%

Papier, Pappe und Karton: 85 %, ab dem 01.01.2022 90%

Eisenmetalle: 80 %, ab dem 01.01.2022 90%

Aluminium: 80 %, ab dem 01.01.2022 90%

Getränkekartonverpackungen: 75 %, ab dem 01.01.2022 80%

sonstige Verbundverpackungen: ab dem 01.01.2022: 70 %

Kunststoffe sind zu 90% einer Verwertung zuzuführen, davon zu mind. 65% bzw. ab dem 01.01.2022 zu mind. 70% einer wertstofflichen Verwertung. (Wir erinnern uns an Tag 1: Die Alternative zur wertstofflichen Verwertung ist die thermische Verwertung.)

Mit Blick auf die Statistik (S. 184) waren die Quoten bereits 2017 zum großen Teil erfüllt, vor allem bei den Kunststoffen ist diese Quote (2017: 49,7%) aber noch nicht erreicht. Aber auch hier möchten wir nochmal an Tag 1 erinnern: Abfälle werden gerne auch exportiert und dort unter fragwürdigen Bedingungen “verwertet”. Das politische Ziel muss also eine Verwertung in Europa oder direkt in den verursachenden Ländern sein, die Einhaltung von Menschenrechten sowie Arbeits- und Umweltstandards ist sicherzustellen.

(Hinweis: Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz § 3 (25) ist Recycling definiert als “jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden; es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, nicht aber die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind.”)

Werfen wir aber nochmal einen Blick auf Verpackungen unter Berücksichtigung der Abfallhierarchie. Am besten ist Vermeiden, als nächstes kommen die Wiederverwendung und dann das Recycling und anschließend die sonstige Verwertung und Entsorgung von Abfällen. Das ist uns Verbraucher:innen zwar in aller Regel bewusst, aber dennoch kaufen wir immer wieder mit Verpackungen. Zum Teil lassen sich Dinge nicht oder nur sehr schwer unverpackt kaufen, aber häufig haben wir eine gewisse Auswahl – zumindest zwischen der Menge der Verpackung. Ist es sinnvoll, wenn die Süßigkeiten in der großen Verpackung nochmal in weiteren kleinen Verpackungen eingepackt sind? Meistens nicht. Aber hierzu haben wir noch eine kleine Tips & Kniffe-Sammlung erstellt, die wir Euch am Wochenende präsentieren werden.

Jetzt kommen wir zur Frage: Einweg- oder Mehrwegflaschen?

Häufig hört man in Diskussionen, dass Einwegflaschen viel besser wären als Mehrwegflaschen, dass sie also “nachhaltiger” wären. Nein, das sind sie nicht. Allerdings stellt sich dann noch die Frage, ob Mehrwegflaschen aus Glas oder aus Kunststoff besser sind. Tatsächlich ist diese Frage auch gar nicht so leicht zu beantworten, da verschiedene Aspekte betrachtet werden müssen.

Das ganze wurde vom Umweltbundesamt sehr umfassend betrachtet, dabei ist diese Unterlage erstellt worden. Hier findet Ihr Vergleiche zwischen verschiedenen Verpackungsarten. Wir empfehlen Euch aber vorher unbedingt nachzulesen, welche Studie in der Unterlagen von wem beauftragt worden ist; diese Informationen sind ab Seite 63 dargestellt.

Wir haben hierzu exemplarisch eine Betrachtung erstellt. Das Ziel ist die verständliche Darstellung der Ansätze, nicht aber die Erfüllung wissenschaftlicher Kriterien.

Energetisch (CO2-Ausstoß): Bei langen Transportstrecken sind Kunststoffflaschen im Vergleich zu Glasflaschen nachhaltiger, da die geringere Masse bei mehreren Hundert Kilometern relevante Auswirkungen auf den Energiebedarf beim Transport hat. Bei einem regionalen Vertrieb und Wiederaufbereitung und -befüllung sind hingegen Glasflaschen eher überlegen, da sie nach einmaliger Produktion sehr häufig wiederverwendet werden können. An dieser Stelle aber auch die Bitte, einfach mal darüber nachzudenken, ob man wirklich Getränke von weit weit weg benötigt. Zumindest bei Wasser sollte der Wasserhahn ja reichen 🙂

Ressourcen: Kunststoffflaschen basieren (noch) auf Erdöl, auch wenn Kunststoffe auch auf synthetischer Pflanzenbasis erzeugt werden können. Hier wäre dann natürlich das Konfliktfeld Nahrungsmittelproduktion vs. Kohlenstoffwirtschaft anzuführen, das man bereits aus dem Bereich der Energiepflanzen kennt. Kunststoffflaschen lassen sich auch nur bedingt hochwertig recyclen, obwohl die Methoden tatsächlich besser werden. Derzeit ist die Wiederverwertung von Glas aber deutlich besser, die oben genannten Recyclingquoten sprechen für sich. Und hey, eine Glasflasche kann bis zu 50 Mal, eine Kunststoffflasche in der Regel nur bis zu 25 Mal wiederverwendet werden, bevor es ins Recycling geht.

Mein persönliches Fazit: Getränke aus der Region in Glasflaschen sind für mich nach Möglichkeit zu bevorzugen. Sollten Getränke von weiter weg kommen, lässt sich die Frage nicht eindeutig beantworten, da energetische und ressourcenorientierte Ansätze verschiedene Richtungen aufzeigen.

Die oben genannte Unterlage des Umweltbundesamtes zeigt übrigens eine Überlegenheit von Mehrweg-PET gegenüber den anderen Verpackungsarten.

statistische Trends bei Mehrwegverpackungen von Getränken:

https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/statistiken/verpackungsabfaelle/anteile-der-in-mehrweg-getraenkeverpackungen-sowie-in-oekologisch-vorteilhaften-einweg-getraenkeverpackungen-abgefuellten-getraenke/

 

 

 

Packaging waste

by Haupt-Ref. Tobi

Today it is all about packaging waste. How much of it is produced, where does it come from and what happens to it? As is well known, recyclable materials are collected separately via yellow bags, paper bins, glass containers, etc. One hears again and again that it would all be thrown together and incinerated anyway. But is that really so?

In 2017, a proud 18,723,200 tonnes of packaging waste were generated in Germany. That is 0.62 kg per inhabitant per day, an impressive and frightening amount. In view of this development, the trend has been towards more and more packaging waste for years. A corresponding publication of the Federal Environment Agency contains very informative statistics on this, which also show the development over time.

But what exactly happens to all this packaging? Incineration? Landfill? Or perhaps recycling?

In Germany, packaging is regulated by the Packaging Act of 2019. It had a first precursor in the Packaging Ordinance of 1991, which has also been adapted and revised several times. The aim of the Packaging Ordinance is to reduce harmful environmental impacts, among other things, by means of controlled or regulated disposal and recycling of packaging waste.

For example, the Packaging Act stipulates the separate collection of mixed municipal waste and packaging waste. In addition, § 16 also prescribes the following quotas for preparation for re-use or recycling – so no more of the „everything is incinerated together anyway“ rule. The quotas for the different fractions are

Glass: 80%, from 01.01.2022 90%

Paper, cardboard and paperboard: 85 %, from 01.01.2022 90%

ferrous metals: 80 %, from 01.01.2022 onwards 90

Aluminium: 80 %, from 01.01.2022 onwards 90

Beverage carton packaging: 75 %, from 01.01.2022 80%

other composite packaging: from 01.01.2022: 70 %.

90% of plastics are to be recycled, of which at least 65% or, from 01.01.2022, at least 70% are to be recycled. (Remember day 1: The alternative to material recycling is thermal recycling).

Looking at the statistics (p. 184), the quotas were already largely met in 2017, but for plastics in particular this quota (2017: 49.7%) has not yet been reached. But here too we would like to remind you of day 1: waste is also gladly exported and „recycled“ there under questionable conditions. The political objective must therefore be recycling in Europe or directly in the countries where the waste is produced, and compliance with human rights and labour and environmental standards must be ensured.

(Note: According to the Closed Substance Cycle and Waste Management Act § 3 (25), recycling is defined as „any recovery operation by which waste is processed into products, materials or substances either for the original purpose or for other purposes; it includes the processing of organic materials, but not energy recovery and processing into materials intended for use as fuel or for backfilling“).

But let us take another look at packaging, taking into account the waste hierarchy. Prevention is best, followed by reuse and then recycling and then other recovery and disposal of waste. We consumers are generally aware of this, but we still buy with packaging. In some cases, things cannot be bought unpackaged or are very difficult to buy unpackaged, but we often have a certain choice – at least between the amount of packaging. Does it make sense if the sweets in the big package are again packed in additional small packages? Mostly not. But for this we have created a small collection of tips & tricks which we will present to you on the weekend.

Now we come to the question: disposable or returnable bottles?

It is often heard in discussions that disposable bottles are much better than reusable bottles, that they are more „sustainable“. No, they are not. However, the question then arises as to whether returnable bottles made of glass or plastic are better. In fact, this question is not so easy to answer, as various aspects have to be considered.

The Federal Environment Agency has taken a very comprehensive look at the whole issue and has produced this document. Here you can find comparisons between different types of packaging. However, we strongly recommend that you first read up on which study in the documentation was commissioned by whom; this information is presented from page 63 onwards.

We have provided an example of this study. The aim is to present the approaches in an understandable way, but not to meet scientific criteria.

In terms of energy (CO2 emissions): for long transport distances, plastic bottles are more sustainable than glass bottles, as the lower mass over several hundred kilometres has a relevant impact on the energy required for transport. By contrast, glass bottles are more superior for regional distribution and for reprocessing and refilling, as they can be reused very often after a single production run. At this point, however, we would also like to ask you to simply think about whether you really need drinks from far away. At least with water the tap should be enough 🙂

Resources: Plastic bottles are (still) based on petroleum, although plastics can also be produced on a synthetic plant basis. Here, of course, the area of conflict between food production vs. carbon economy, which is already known from the field of energy plants, should be mentioned. Plastic bottles can also only be recycled to a limited extent in terms of quality, although the methods are actually improving. At present, however, the recycling of glass is much better, and the recycling rates mentioned above speak for themselves. And hey, a glass bottle can be reused up to 50 times, a plastic bottle usually only up to 25 times, before it goes for recycling.

My personal conclusion: I prefer regional drinks in glass bottles wherever possible. If drinks come from further afield, the question cannot be answered unambiguously, as energy and resource-oriented approaches point in different directions.

Incidentally, the above-mentioned document from the Federal Environment Agency shows a superiority of reusable PET over other types of packaging.

Statistical trends in reusable beverage packaging:

https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/statistiken/verpackungsabfaelle/anteile-der-in-mehrweg-getraenkeverpackungen-sowie-in-oekologisch-vorteilhaften-einweg-getraenkeverpackungen-abgefuellten-getraenke/

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Wieviel Müll produziert Deutschland? Und was passiert damit?

Wieviel Müll produziert Deutschland und was passiert damit?

Von Haupt-Ref Tobi

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Müll ist ein so alltägliches Phänomen, dass wir es selbst kaum noch bewusst wahrnehmen. 

Abfälle fallen an. Jeden Tag. Man isst/trinkt mal eben etwas und wenn man nicht gerade auf einen müllfreien Lebensstil achtet, zack hat man Abfall.Vom Sticker auf dem Apfel bis zur Getränkedose oder gar dem Einwegfass Bier. Aber so schnell der Müll kommt, so schnell geht er wieder – er verschwindet in der Mülltonne und ist dann weg. (Wer parallelen zu “Die Wurst kommen aus dem Supermarkt” sieht – ja, die Grenzen unserer Wahrnehmung sind faszinierend.)

Wir werden uns heute erstmal um groben mit dem Anfall und Verbleib von Müll beschäftigen, in den nächsten Tag folgt dann noch ein Artikel zu Umweltauswirkungen, zu Verpackungsmüll und am Wochenende werden wir Euch ein paar Tipps zur Müllvermeidung geben. Also lasst uns zunächst einen kurzen Blick auf die schiere Masse werfen.

50 260 000 t Siedlungsabfälle sind in Deutschland 2018 statistisch erfasst worden. (Aufkommen an Haushaltsabfällen, DeStatis: Abfallbilanz). Das sind pro Einwohner:in ca. 1,65 kg Siedlungsabfälle täglich. Deutschland gehört damit zu den größten Müllproduzenten in der EU. Nicht berücksichtigt sind hierbei aber die ganzen weiteren Abfälle wie z. B. Bauschutt (228 120 000 t in 2018), sodass alle Müllarten zusammen 417 197 000 t ergeben – also etwa 13,8 kg pro Einwohner und Tag. Wer sich genauer mit den Mengen der verschiedenen Müllarten auseinandersetzen möchte, kann hierzu die Abfallbilanz 2017 lesen, da die Bilanz für 2018 noch nicht erschienen ist.

Jetzt lieber zur Frage: “Und was passiert damit?”

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz definiert in § 6 eine Abfallhierarchie:

(1) Maßnahmen der Vermeidung und der Abfallbewirtschaftung stehen in folgender Rangfolge:

  1. Vermeidung,
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung,
  3. Recycling,
  4. sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung,
  5. Beseitigung.

Dabei sollen aber diejenigen Maßnahmen Vorrang haben, “die den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen unter Berücksichtigung des Vorsorge- und Nachhaltigkeitsprinzips am besten gewährleisten”.

Obwohl die Müllvermeidung sogar per Gesetz an oberster Stelle steht, werden die Abfälle immer mehr und nicht weniger. Da in unserem Alltag hauptsächlich sogenannte Siedlungsabfälle anfallen, möchte wir uns damit genauer auseinandersetzen.

“Als Siedlungsabfall bezeichnet man Abfälle aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen, zum Beispiel Abfälle aus Arzt- und Rechtsanwaltspraxen, Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie. Ferner gehören zu den Siedlungsabfällen auch Sperrmüll, Marktabfälle, Straßenkehricht, Bioabfälle sowie getrennt erfasste Wertstoffe wie Glas und Papier.” (Quelle: https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle/)

Abfälle erfahren verschiedene Behandlungsweisen, die sich in Beseitigungsverfahren und Verwertungsverfahren einteilen lassen. Hauptsächlich werden Abfälle in Deponien abgelagert oder energetisch oder stofflich verwertet. Teilweise benötigen sie vor der Ablagerung auch noch eine Behandlung, um ihre Gefährlichkeit zu reduzieren.

In der Abfallbilanz 2018 wird eine Verwertungsquote von 98% für Siedlungsabfälle angegeben – das klingt zunächst großartig, aber was bedeutet das? 15,6 Mt (1 Megatonne = 1 Mio Tonnen = 1 Mrd. kg) werden energetisch verwertet, 33,7 Mt werden stofflich verwertet. 

Energetische Verwertung

Energetische Verwertung bedeutet in der Regel, dass mit dem Abfall Wärme und/oder Strom erzeugt werden. Hiervon ist vor allem die Fraktion “Hausmüll” betroffen (ca. 85% der energetisch verwerteten Siedlungsabfälle sind “Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle”). So speisen Müllverbrennungsanlagen häufig in lokale und regionale Fernwärmenetze ein und stellen so einen Teil der Wärmeversorgung sicher, dabei können fossile Energieträger eingespart werden. Bilanziell wird erzeugte Energie aus der Müllverbrennung als 50% regenerativ gewertet, da zumindest ein Teil des Mülls aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Das ist natürlich besser als die Verbrennung von Erdöl oder anderen fossilen Energieträgern, Wärme kann aber bekanntlich auch regenerativ erzeugt werden. Ein wesentlicher Grund für die Verbrennung von Hausmüll ist, dass auf Deponien nur Abfälle mit weniger als 5% organischen Anteilen eingelagert werden dürfen, da höhere Anteile ein Sicherheitsrisiko (Brandgefahr, Bildung giftiger Stoffe) darstellen. Außerdem reduziert sich das Volumen erheblich (auf ca. 30%) und die Verbrennungsrückstände können z.T. auch als Füllstoffe im Straßenbau genutzt werden und es besteht die Möglichkeit der Gewinnung von REA-Gips und Salzsäure, die anschließend ebenfalls genutzt werden können. Auch wenn es intuitiv zunächst absurd klingt – aber die Verbrennung von Hausmüll scheint nach unserer Recherche auch für die Umwelt die beste Entsorgungsmethode zu sein, wenn eine stoffliche Verwertung nicht mehr möglich ist. Dennoch – am besten wäre es aber natürlich, wenn möglichst kein Restmüll mehr anfallen würde.

Stoffliche Verwertung

Die stoffliche Verwertung bezeichnet die Wiederverwendung und Recycling. Die Wiederverwendung ist dabei der nachhaltigere Weg, da sie einen geringeren Energie- und Arbeitsaufwand darstellt und die Produkte in der Regel nicht abgewertet werden. Während die Wiederverwendung zum Beispiel bei Sperrmüll oder Textilien umgesetzt werden kann – in immer mehr Städten werden intakte Möbel durch Entsorger eingesammelt und z.B. in Sozialkaufhäusern günstig veräußert – werden vor allem Glas, Papier und getrennt gesammelter Biomüll in aller Regel recycled. Recycling bedeutet dabei, dass die Stoffe wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden – der Grundidee einer Kreislaufwirtschaft. 

Beim  “Recycling” werden die Stoffe aufbereitet und wiederverwendet, hierfür ist in der Regel ein gewisser Einsatz von Energie und Arbeit notwendig. Während das Recycling von separat gesammelten Stoffen wie Glas, Papier und Biomüll, aber zum Teil auch bei sortenreinen Kunststoffen sehr gut funktioniert, werden andere Stoffe in diesem Prozess abgewertet. Insbesondere das Recycling von Verpackungsstoffen führt aufgrund der Vielzahl verschiedener Stoffe immer noch zu Schwierigkeiten und/oder ist mit einem hohen Energie- und Arbeitsaufwand verbunden.

Zu guter letzt muss aber festgehalten werden, dass die vermeintliche Verwertungsquote für Siedlungsabfälle von 98% auch immer kritisch betrachtet werden muss. Berichte von exportiertem Elektroschrott, Rest- und Verpackungsmüll finden sich zuhauf. Die Folgen sind eine gesundheitliche Schäden der Bevölkerung in ärmeren Ländern sowie eine Schädigung der jeweiligen Umwelt. Nicht ohne Grund haben bereits erste Länder Importstoppe für Müll verhängt. Es wird Zeit, selbst Verantwortung für den ganzen Müll zu übernehmen, den man so produziert. Auch hier zeigt sich wieder Absatz 1 der Abfallhierarchie: Müllvermeidung ist immer noch der beste Umgang mit Müll.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Abfallrecht_(Deutschland)

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/abfallbilanz-kurzuebersicht-2018.html 

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Publikationen/Downloads-Abfallwirtschaft/abfallbilanz-pdf-5321001.pdf?__blob=publicationFile 

https://www.gesetze-im-internet.de/krwg/__6.html 

https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle/ 

https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/

How much waste does Germany produce and what happens to it?

By Haupt-Ref Tobi

Garbage is such an everyday phenomenon that we are hardly aware of it ourselves.

Waste is produced. Every day. You just eat/drink something and if you don’t pay attention to a garbage-free lifestyle, you’ll have garbage in no time at all – from the sticker on the apple to the beverage can or even the one-way barrel of beer. But as fast as the garbage comes, as fast it goes again – it disappears in the garbage can and is then gone. (If you see parallels to „The sausage comes from the supermarket“ – yes, the limits of our perception are fascinating).

Today we’ll first deal roughly with the accumulation and whereabouts of garbage, the next day we’ll have an article on environmental effects, packaging waste and on the weekend we’ll give you some tips on how to avoid garbage. So let’s first have a quick look at the sheer mass of waste.

50 260 000 t of municipal waste have been statistically recorded in Germany in 2018. (Volume of household waste, DeStatis: waste balance sheet). That is per inhabitant:in approx. 1.65 kg of municipal waste daily. This makes Germany one of the largest waste producers in the EU. This does not include all other waste such as building rubble (228 120 000 t in 2018), so that all types of waste together amount to 417 197 000 t – or about 13.8 kg per inhabitant per day. Anyone wishing to take a closer look at the quantities of the various types of waste can read the 2017 waste balance sheet, as the balance for 2018 has not yet been published.

Let’s move on to the question: „And what happens to it?“

The Recycling Management Act defines a waste hierarchy in § 6:

(1) Prevention and waste management measures are ranked in the following order:

  1. Avoidance,
  2. Preparation for reuse,
  3. Recycling,
  4. other recovery, in particular energy recovery and backfilling,
  5. Elemination.

However, priority should be given to those measures „which best ensure the protection of man and the environment in the generation and management of waste, taking into account the precautionary and sustainability principles“.

Although waste avoidance is the top priority, even by law, waste is becoming more and more, not less. Since our everyday life mainly produces so-called municipal waste, we would like to take a closer look at this.

„Municipal waste“ refers to waste from private households and comparable institutions, for example waste from doctors‘ and lawyers‘ practices, administrative buildings, schools, kindergartens, hospitals and nursing homes as well as waste similar to household waste from trade and industry. Furthermore, municipal waste also includes bulky waste, market waste, street sweepings, biowaste and separately collected recyclable materials such as glass and paper. (Source: https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle/)

Waste undergoes various types of treatment, which can be divided into disposal operations and recovery operations. Waste is mainly deposited in landfills or recycled for energy or materials. In some cases, they also require treatment prior to disposal to reduce their hazardousness.

In the 2018 waste balance sheet, a recycling rate of 98% for municipal waste is stated – that sounds great at first, but what does it mean? 15.6 Mt (1 megaton = 1 million tons = 1 billion kg) will be energetically recycled, 33.7 Mt will be materially recycled.

Energetic utilization

Energy recovery usually means that the waste is used to generate heat and/or electricity. The „household waste“ fraction is particularly affected by this (approx. 85% of municipal waste that is energetically recovered is „household waste, household-type commercial waste“). Thus waste incineration plants often feed into local and regional district heating networks and thus ensure a part of the heat supply, thereby saving fossil fuels. In terms of the balance sheet, energy generated by waste incineration is considered 50% renewable, since at least part of the waste consists of renewable raw materials. This is of course better than burning crude oil or other fossil fuels, but heat can also be produced regeneratively. One of the main reasons for the incineration of household waste is that only waste with less than 5% organic content may be deposited in landfills, as higher percentages represent a safety risk (fire hazard, formation of toxic substances). In addition, the volume is considerably reduced (to approx. 30%) and the incineration residues can be used as fillers in road construction and there is the possibility of obtaining FGD gypsum and hydrochloric acid, which can also be used afterwards. Even if it intuitively sounds absurd at first – but according to our research, the incineration of household waste seems to be the best disposal method also for the environment, if material recycling is no longer possible. Nevertheless, it would of course be best if no more residual waste were to be produced.

Material recycling

Material recovery refers to reuse and recycling. Reuse is the more sustainable way, as it requires less energy and labour and the products are generally not devalued. While reuse can be implemented, for example, with bulky waste or textiles – in more and more cities intact furniture is collected by waste disposal companies and sold at low prices, for example in social department stores – glass, paper and separately collected organic waste in particular are generally recycled. Recycling here means that the materials are returned to the material cycle – the basic idea of a circular economy.

In „recycling“, the materials are processed and reused; this usually requires a certain amount of energy and work. While the recycling of separately collected materials such as glass, paper and organic waste, but to some extent also of single-variety plastics, works very well, other materials are devalued in this process. In particular, the recycling of packaging materials still leads to difficulties due to the large number of different materials and/or is associated with a high energy and labour input.

Last but not least, it must be noted that the supposed recycling rate of 98% for municipal waste must always be viewed critically. Reports of exported electronic waste, residual and packaging waste are abundant. The consequences are damage to the health of the population in poorer countries and damage to the environment. It is not without reason that the first countries have already imposed a ban on waste imports. It is time to take responsibility for all the waste that is produced. Again, paragraph 1 of the waste hierarchy shows: waste avoidance is still the best way to handle waste.

Sources

https://de.wikipedia.org/wiki/Abfallrecht_(Deutschland)

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/abfallbilanz-kurzuebersicht-2018.html 

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Publikationen/Downloads-Abfallwirtschaft/abfallbilanz-pdf-5321001.pdf?__blob=publicationFile 

https://www.gesetze-im-internet.de/krwg/__6.html 

https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/siedlungsabfaelle/ 

https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/

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Nachhaltigkeit

Veganismus – Teil 5 – Veganisieren: Eine Kurzanleitung


Veganisieren – eine Kurzanleitung

von Haupt-Ref. Tobi

Eglish version below

Du hast ein tolles Rezept, aber irgendwie haben sich dort Eier oder Milch hinein verirrt – oder sogar Fisch und Fleisch? Dann möchten wir Dir hier ein paar Tipps an die Hand geben, wie Du das Rezept trotzdem verwenden kannst.

Es gibt in der Regel nicht „den einen“ Ersatz. Bei allen Zutaten kommt es immer darauf an, was mit ihnen gemacht werden soll. Geht es um einen Teig, einen Shake oder um Aufstrich? Wundere Dich also nicht, dass wir hier nicht einfach eine Tabelle mit Ersatzprodukten veröffentlicht haben, sondern Dich auch ein wenig Text erwartet. Während der Ersatz von Butter noch vergleichsweise langweilig ist, wird es bei Eiern schon ein Stück weit interessanter. Und wie ist das überhaupt erst mit Fleisch und Fisch?

Im Folgenden findest Du also zahlreiche Tipps und Anregungen. Solltest Du noch weitere Fragen haben, kannst Du uns gerne schreiben, vielleicht können wir die ja weiterhelfen 🙂

Butter

Möchtest Du Butter als Aufstrich ersetzen, eignen sich hierfür übliche Margarine-Sorten auf Pflanzenbasis. Es empfiehlt sich aber die Zutatenliste zu lesen, da zum Teil doch tierische Produkte enthalten sind. Kleiner Tip: Es gibt auch Margarine mit einem erhöhten Anteil von Omega-3-Fettsäuren, mangels Fischkonsum bei Veganer:innen immer eine gute Wahl.

Soll die Butter hingegen zum Braten genutzt werden, ersetzt Du Sie am besten durch ein Bratöl oder durch Margarine, die zum Braten geeignet ist.

Bei einer Verwendung im Kuchenteig eignet sich sehr oft der Einsatz von Öl anstelle von Butter. Hierfür ersetzt Du die Menge Butter durch ca. 90% Öl und 10% Sojamilch (oder Wasser). Alternativ kannst Du auch einfach Margarine nehmen, die zum Backen geeignet ist.

Eier

Spiegelei: Ehrlich gesagt.. das wird leider nicht.
Gekochtes Ei: Nein.

Gekochtes Ei auf Brot: Schon Eher. Hier kann man einfach zerdrückte Avocado mit ein wenig Kala Namak und Pfeffer bestreuen. Avocados aber bitte nur in Maßen genießen, es ist leider nicht die ressourcenfreundlichste Frucht.

Rührei: Hierfür haben wir hingegen ein tolles Rezept in unserer Sammlung.

Kuchenteig: Häufig kann man Eier einfach weglassen, wenn man den Teig mit Öl anrührt, einen Schluck mehr Flüssigkeit hinzugibt und auf die Konsistenz des Teiges achtet. Das bedarf aber vielleicht zwei, drei Versuchen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Alternativ kann man Sojamehl mit Wasser vermengt als Eiersatz nutzen. Manche nehmen auch eine zerdrückte, reife Banane oder Apfelmus – die beiden letzteren Möglichkeiten bringen dabei ein gewisses Aroma in den Teig, was dann einfach Geschmackssache ist.

Eischnee: Hier gab es vor wenigen Jahren eine revolutionäre Entdeckung. Während jahrelang Experimente mit verschiedensten Produkten durchgeführt worden ist, manche sogar in stundenlanger Arbeit die Schleimstoffe von Leinsamen extrahiert haben (der Autor spricht hier aus Erfahrung..), ist irgendwann jemand auf DIE Idee gekommen: Man kaufe eine Dose Kiechererbsen, nehme die Flüssigkeit und schlage sie auf. Alternativ kann man die Kiechererbsen natürlich auch trocken kaufen und selber kochen, je geringer der Wasserüberschuss, desto besser zum Aufschlagen.

Käse

Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um das Produkt, was von den meisten Veganer:innen vermisst wird. Und seien wir ehrlich – richtig guten Käseersatz nachzumachen, ist fast unmöglich. Für viele Anwendungsfälle eignen sich Hefeschmelz (Rezept in unserer Bibliothek), auch die Sauce von Ultimate Mac‘n‘Cheese (externer Link) ist super, aber für richtig käsigen Käseersatz muss man auf fertige Produkte aus Lebensmittelgeschäften zurückgreifen.

Milch und Freund:innen

Man kaufe Pflanzenmilch (Cashew, Hafer, Hanf, Haselnuss, Mandel, Soja..) und genieße sie – am besten gekühlt. Aber Achtung: Es schmeckt natürlich nicht nach Milch, lässt sich aber trotzdem gut in Tee oder Kaffee geben, auch zum Müsli ein Genuss. Zum Backen sind die verschiedenen Sorten Pflanzenmilch in aller Regel auch geeignet.

Pflanzenmilch kann man aber auch selbst machen. Kurzfassung: Wässern, pürieren, filtern, ggf. zuckern, genießen. Achtung: Soja muss gekocht werden, sonst gibt es böse Bauchschmerzen! Im Internet finden sich sonst noch zahlreiche Anleitungen und Ideen, wie man das Milcherlebnis noch besser machen kann.

Für Sahne gibt es im Handel auch zahlreiche Ersatzprodukte. Hier muss man nur auf die Anwendung achten, da die Produkte für Soßen andere sind als für aufgeschlagene Cremes. Als persönlicher Tipp: Für Sahnesoßen gibt gemahlene Cashew zusammen mit Wasser ein leicht rahmiges Aroma und dickt beim Erhitzen außerdem an.

Kein Fleischersatz, aber..

Es muss ja nicht wirklich nach Fleisch schmecken. Manchmal möchte man einfach nur das Erlebnis von einem Burger oder einem Stück Schnitzel haben.

Sellerieschnitzel: Vermutlich der Klassiker unter den veganen Schnitzeln. Man nehme Sellerie, schneide ihn in Scheiben, koche diese (nicht zwingend notwendig) und paniere die Scheiben anschließend wie ein Schnitzel. Das ganze wird kross angebraten und.. fertig. Statt Sellerie kann man natürlich auch andere Dinge nehmen, die eine brauchbare Größe haben.

Burger/Bratling: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, vegane Bratlinge zu machen, daher möchte ich hier allgemein auf Google und einschlägige Rezepteseiten verweisen und nur ein paar wenige Tips geben. Beim Binden muss man aufpassen, dass man nicht zu viel Mehl in den Teig gibt, sonst schmeckt es irgendwann teigig, stattdessen kann auch Kiechererbsenmehl genommen werden, das auch noch ein passendes Aroma mitbringt. Als Gewürze sind besonders gut Sojasauce, Senf, Koriandersamen, Hefeflocken, Pfeffer und Majoran – und auf was auch immer man sonst so Lust hat.

Bolognese (und andere Hacksaucen): Hier eignet sich als „Hackersatz“ zumindest für das Mundgefühl der Einsatz von Linsen. Die kocht man am besten, bevor man sie in die Soße gibt, weil sie darin in der Regel deutlich schlechter garen. Da billiges Küchenhack meistens eh kein relevantes Aroma hat, wirst Du es wahrscheinlich auch nicht vermissen. Durch die Verwendung von Linsen tust Du aber gleichzeitig auch noch etwas gutes für Deinen Eiweißhaushalt.

Lasagne: Wenn man hier „Hack“ haben möchte, kann man sich einfach an der Bolognese orientieren. Ansonsten ist eine Gemüselasagne auch etwas sehr schmackhaftes.

Fleisch

Auch wenn Omnis gerne sagen: „Wenn ich keine Tiere esse, dann finde ich es inkonsequent, Tofuwürstchen zu essen“, möchten wir hier gerne dennoch ein paar Ersatzprodukte vorstellen. Abgesehen davon ist das Argument auch logisch nicht zu begründen, sondern einfach nur.. ach, lassen wir das. (Man kann hier haufenweise sozialpsychologische Theorien in den Raum werden..)

Die üblichen Wege, Fleisch zu ersetzen, heißen Tofu (naaaaja), Seiten (oohja), texturierte Sojamehl (trockene Sojaformlinge zum Einweichen und Anbraten) oder eben Fertigprodukte.

Tofu ist eigentlich gar kein Fleischersatz, sondern ein eigenständiges Gericht bzw. Lebensmittel auf Sojabasis, und sollte auch so behandelt werden. Er nimmt Aromen gut an und wenn man ihn brät, verändert sich auch die Konsistenz. Es gibt ihn in verschiedenen Festigkeiten, je nach Anwendungsfall ist sehr trockener bis sehr wasserhaltiger Tofu besser. Da man damit aber Seiten füllen könnte, möchte ich es hier ersteinmal bei dieser Bemerkung belassen und verweise auf die weiten des Internets. Vielleicht machen wir ja auch mal ein Tofu Special.. 😉

Seitan besteht aus Weizeneiweiß und lässt sich sowohl in Pulverform als auch bereits gewürzt und gekocht kaufen. Wenn man es aus Pulver herstellt, empfiehlt sich eine sehr starke Würzung, da es deutlich mehr benötigt als man vermuten würde. Seiten lässt sich kross anbraten, ist hat einen festen Biss und eignet sich wohl als Brotbelag als auch als Teil einer Pfanne oder als eigenständiger Teil eines Gerichts.

Texturiertes Sojamehl gibt es in verschiedensten Formen und Größen (Hack, Geschnetzeltes, Schnitzel, Gulasch..). Grundsätzlich ist es trocken und ziemlich leicht, je nach genauem Produkt muss es mehr oder weniger lange in heißem Wasser ziehen oder sogar kochen. (Zubereitungshinweis auf der Verpackung lesen!) Als Brühe hat sich bei uns ein deftiger Sud aus Wasser, Sojasauce, Senf und Hefeflocken bewehrt. Je nach gewünschter Geschmacksrichtung außerdem Paprika, Koriandersamen, Kreuzkümmel, Asafoetida, Majoran, Liebstöckel, Pfeffer.. also im Grunde was man möchte. Häufig wird empfohlen, die Sojaschnitzel (o.ä.) auszudrücken, bevor man sie weiter verwendet. Das ist in der Regel nur dann sinnvoll, wenn man sie anschließend panieren möchte, weil sie sonst sehr weich bleiben. Wenn man sie direkt braten möchte, reicht es, sie abtropfen zu lassen; dadurch bleibt auch mehr von der würzigen Brühe erhalten.

Solltest Du allerdings wirklich ein „Fleisch-Erlebnis“ haben wollen, solltest Du Dir am besten im Bio- oder Supermarkt ein fertiges Ersatzprodukt kaufen. Ansonsten hier aber ein paar Vorschläge, was Du auch gut machen kannst.

How to veganize – A quick GUide

by Haupt-Ref. Tobi

You have a great recipe, but somehow eggs or milk got lost in there – or even fish and meat? Then we would like to give you a few tips on how you can use the recipe anyway.

There is usually not „the one“ substitute. With all ingredients it always depends on what you want to do with them. Is it a dough, a shake or a spread? So don’t be surprised that we have not just published a table with substitutes here, but that you can expect a little text. While the substitution of butter is still comparatively boring, it gets a bit more interesting with eggs. And how is it with meat and fish in the first place?

In the following you will find numerous tips and suggestions. If you have any further questions, feel free to write us, maybe we can help you 🙂

Butter

If you want to replace butter as a spread, common plant-based margarine varieties are suitable. We recommend you to scan the ingredients for animal products as they’re sometimes in margarine.. Small tip: There is also margarine with an increased proportion of omega-3 fatty acids, which is always a good choice for vegans due to the lack of fish.

If, on the other hand, the butter is to be used for frying, it is best to replace it with a frying oil or margarine suitable for frying.

When used in cake dough, it is very often suitable to use oil instead of butter. To do this, replace the amount of butter with approx. 90% oil and 10% soy milk (or water). Alternatively, you can also use margarine, which is suitable for baking.

Eggs

Fried egg: Honestly, I don’t think so.

Boiled egg: No.

Boiled egg on bread: More like it. Here you can just sprinkle some Kala Namak and pepper on mashed avocado. But please enjoy avocados only in moderation, it is unfortunately not the most resource-friendly fruit.

Scrambled eggs: We have a great recipe for this in our collection.

Cake dough: Often you can simply leave out eggs if you mix the dough with oil, add a sip more liquid and pay attention to the consistency of the dough. But this might take two or three tries to get a feeling for it. Alternatively, soy flour mixed with water can be used as an egg substitute. Some people also use a crushed, ripe banana or applesauce – the latter two options add a certain aroma to the dough, which is simply a matter of taste.

Egg whites: There was a revolutionary discovery here a few years ago. While years of experiments with different products have been carried out, some of them even extracted the mucilage of linseed in hours of work (the author speaks from experience…), somebody came up with the idea: You buy a can of snap peas, take the liquid and break it open. Alternatively, you can also buy the peas dry and cook them yourself, the less excess water there is, the better for whipping.

Cheese

This is probably the product that is missing from most vegans:inside. And let’s face it – imitating really good cheese substitute is almost impossible. Yeast melt (recipe in our library) is suitable for many applications, the sauce from Ultimate Mac’n’Cheese (external link) is also great, but for really cheesy cheese substitutes you have to resort to ready-made products from grocery stores.

Milk and friends

Buy vegetable milk (cashew, oats, hemp, hazelnut, almond, soya…) and enjoy it – preferably chilled. But beware: It doesn’t taste of milk, of course, but it can still be added to tea or coffee, and is also delicious with muesli. The various types of vegetable milk are generally also suitable for baking.

But you can also make your own plant milk. Summary: Soak, puree, filter, sugar if necessary, enjoy. Attention: Soya must be cooked, otherwise you will get a bad stomach ache! On the Internet you can find numerous instructions and ideas on how to make the milk experience even better.

There are also numerous substitute products for cream in the shops. Here you only have to pay attention to the application, as the products for sauces are different from those for whipped creams. As a personal tip: For cream sauces, ground cashew gives a slightly creamy aroma when mixed with water and also thickens when heated.

No meat substitute, but…

It doesn’t have to taste like meat. Sometimes you just want the experience of a burger or a piece of schnitzel.

Celery Schnitzel: Probably the classic among vegan schnitzels. You take celery, cut it into slices, cook them (not absolutely necessary) and then bread the slices like a schnitzel. The whole thing is fried crisp and… done. Instead of celery, you can of course use other things that have a useful size.

Burger/Bratling: There are many ways to make vegan fried food, so I would like to refer to Google and relevant recipe pages in general and give just a few tips. When tying you have to be careful not to put too much flour into the dough, otherwise it will taste doughy at some point, instead you can also use chickpea flour, which also has a suitable flavour. The best spices are soy sauce, mustard, coriander seeds, yeast flakes, pepper and marjoram – and whatever else you fancy.

Bolognese (and other minced sauces): Here, lentils are suitable as a „mincing substitute“, at least for the mouthfeel. These are best cooked before you add them to the sauce, because they usually cook much worse in it. Since cheap minced lentils usually have no relevant flavour anyway, you probably won’t miss it. But by using lentils you are also doing something good for your protein balance.

Lasagne: If you would like to have „minced“ here, you can simply orientate yourself towards bolognese. Otherwise, vegetable lasagne is also something very tasty.

Meat

Even though Omnis likes to say: „If I don’t eat animals, I find it inconsistent to eat tofu sausages“, we would still like to present a few substitute products here. Apart from that, there is no logical justification for the argument, it’s just… oh, let’s leave it at that. (You can get a lot of socio-psychological theories into the room here…)

The usual ways to replace meat are tofu (naaaaja), sides (oohja), textured soy flour (dry soy blanks for soaking and browning) or even finished products.

Tofu is actually not a meat substitute at all, but a separate dish or food on a soy basis, and should be treated as such. It absorbs flavours well and when you fry it, the consistency changes. It is available in different strengths, depending on the application, very dry to very watery tofu is better. But since you could fill pages with it, I would like to leave it at this remark for now and refer to the wide range of the internet. Maybe we will make a Tofu Special one day… 😉

Seitan consists of wheat protein and can be bought in powder form or already spiced and cooked. If you make it from powder, a very strong seasoning is recommended, as it needs much more than you would expect. Sides can be fried crispy, has a firm bite and is probably suitable as a topping for bread, as part of a pan or as a separate part of a dish.

Textured soy flour is available in various shapes and sizes (minced meat, shredded meat, escalopes, goulash…). Basically it is dry and quite light; depending on the exact product, it has to soak in hot water or even boil for a longer or shorter time. (Read the preparation instructions on the packaging!) As a broth, a hearty brew of water, soy sauce, mustard and yeast flakes has proved its worth. Depending on the desired taste, we also use paprika, coriander seeds, cumin, asafoetida, marjoram, lovage, pepper… basically whatever you want. It is often recommended to express the soy cutlets (or similar) before using them further. This is usually only useful if you want to bread them afterwards, because otherwise they remain very soft. If you want to fry them directly, it is sufficient to let them drain; this also preserves more of the spicy broth.

However, if you really want to have a „meat experience“, it is best to buy a ready-made substitute product in the organic or supermarket. Otherwise, here are a few suggestions as to what you can do well.

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Kategorien
Nachhaltigkeit

Veganismus – Teil 4 – Aktiv gegen Unrecht

Aktiv gegen Unrecht – und dabei selbst entspannt bleiben

von Mitarbeiterin Sinah

English version below

Hilfe, ich bin ein Exot?! Diskussionen
Je nach Freundes- und Familienkreis wird man sich mit zunehmend veganem Lebensstil auch gewissen interessierten Fragen, Diskussionen oder auch Provokationen ausgesetzt sehen. Cool bleiben! Der Erfahrung nach hilft es vor allem, gut informiert zu sein und einen kühlen Kopf zu bewahren. Dann kann es durchaus passieren, dass ein Teil des engeren Umfelds sich ohne tiefgehende Diskussionen mit der Zeit dem veganen Lebensstil anschließt. 

  1. Informiert sein. Es gibt zahlreiche belastbare Argumente für veganes Leben. Wer die im Kopf hat und sie mit ein paar Zahlen spicken kann zeigt, dass er es ernst meint.
  2. Wirklich informiert sein! Leider zieht der Veganismus viele Menschen und Meinungen an, die unglaubwürdig bis gefährlich sind. Bleib sensibel für das Erkennen von Verschwörungsideologien, rechter Unterwanderung, Esoterik und überzogenen gesundheitlichen Vorteilen.
  3. Rückfragen stellen, ohne zu provozieren. Das hilft in Diskussionen, sich aus der Opferrolle zu befreien (Wer fragt, führt) und das Gegenüber zum Nachdenken anzuregen. Man sollte darauf achten, keinen vorwurfsvollen Unterton anzuschlagen.
  4. Merken, wenn nicht der richtige Zeitpunkt ist. Wenn du gerade einfach in Ruhe essen möchtest oder dein Gegenüber ohnehin nur auf Provokation aus ist, dann sag deutlich, dass du gerade nicht über dieses Thema sprechen möchtest. Manchmal ist es vergebene Mühe und tut einem selbst einfach nicht gut. Umgekehrt ist es kontraproduktiv, anderen am Tisch das Essen madig zu reden.
  5. Vorleben und einladend sein. Neben Aktivismus ist das die beste Methode, um andere Menschen für den Veganismus zu begeistern. Gemeinsam Kochen, Spaß haben und einfach beständig bleiben sind besonders angenehm und nachhaltig für alle Beteiligten.
  6. Dranbleiben. Mitunter kann es mühselig sein, immer wieder die gleichen Diskussionen zu führen. Da kommt man irgendwann zu dem Gedanken, es ändere sich doch ohnehin nie was. Steter Tropfen höhlt den Stein! Gib nicht auf, steh zu deinen Werten und hol dir Unterstützung bei Gleichgesinnten.

Aktiv werden

Vegan leben ist ein sehr wichtiger Schritt, um sich an etlichen Ungerechtigkeiten nicht mehr zu beteiligen. Es ist entsprechend allerdings auch recht passiv. Vorleben kann viel bewirken, aber um die Probleme auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu bearbeiten braucht es Menschen, die sich aktiv für Veränderung einsetzen. Und oft möchte man die Dinge auch einfach in die Hand nehmen, sobald man für die Thematik sensibilisiert ist. Gerade weil die Gründe für Veganismus so vielseitig sind eröffnen sich auch diverse Möglichkeiten, nach eigenem Interesse aktiv zu werden. Tierrechte, Klimabewegung, Menschenrechte und Naturschutz profitieren letztlich alle davon. Hier ein paar Anregungen:

  1. Straßenaktivismus in Trier. Die Gruppe Animal Liberation Trier http://al-trier.com/ hält jeden Samstag sogenannte Cubes in der Innenstadt ab. Eine friedliche und effektive Demonstrationsform, bei der die Teilnehmenden in der Fußgängerzone stehen, währenddessen Videos aus der Tierindustrie abspielen und mit Interessierten gezielte Gespräche darüber führen. Die Gruppe ist aber auch offen für weitere Aktionsformen. Wittlich Pig Save https://www.instagram.com/wittlichpigsave/ führen Vigils durch, das heißt sie dokumentieren die Anlieferung von Schweinen am Schlachthof Wittlich und geben ihnen nach Möglichkeit etwas Wasser. Auch Bewegungen wie Fridays for Future sind eine gute Anlaufstelle. Grundsätzlich gibt es diverse Straßenaktionsformen, die von Gesprächen über Demonstrationszüge bis hin zu zivilem Ungehorsam reichen und die alle ihre Berechtigung haben.
  2. Aktiv an der Uni. Bei uns im Referat besteht die Möglichkeit, das Thema an der Uni und beim Studiwerk voranzutreiben. Unsere Mensa hat hinsichtlich des pflanzlichen Essensangebots noch viel Luft nach oben, sodass über verschiedene Wege versucht werden kann, das Studiwerk zu überzeugen. Es besteht auch die Möglichkeit, Formen des Straßenaktivismus an der Uni durchzuführen und damit StudentInnen zu sensibilisieren. Manche Unis haben auch entsprechende Hochschulgruppen bzw Referate. Vielleicht auch eine Idee für Trier?

https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/referate/tierrechte

http://www.vegane-hochschulgruppe.de/

Im Einsatz für vegane Unimensen: https://food4thoughtcampaign.org/en/home/

3. Eigenen Einfluss vervielfachen. Soll heißen: schreib eMails ans Studiwerk oder an PolitikerInnen und Behörden und frag im Supermarkt oder Restaurant gezielt nach veganen Produkten. Es sind diese kleinen aktiven Handlungen, die sich aufsummieren und Kritik bzw Anregungen bei Personen und Einrichtungen mit Änderungsmacht anbringen. Dadurch kann man quasi ohne viel Aufwand ein exponentielles Veganwachstum anregen. Und: steter Tropfen höhlt den Stein.

4.Onlineaktivismus. Erfordert Fingerspitzengefühl, schließlich möchte man seine Follower und Facebookfreunde nicht vergraulen. Aber ab und an über Social Media auf aktuelle Geschehnisse aufmerksam zu machen oder gute Gedanken zu teilen, kann effektiv sein. Insbesondere dann natürlich, wenn man eine entsprechende Reichweite hat. Inspirieren lassen kannst du dich von vielen großartigen Seiten. Hier ein paar zur Auswahl:

Buntes Programm bei Pia: https://www.instagram.com/piakraftfutter/

Bissige Kommentare zu aktuellen Themen: https://graslutscher.de/

Vielleicht die besten veganen Comics: http://vegansidekick.com/

Argumente abgefrühstückt: http://der-artgenosse.de/

5. Orgas unterstützen. Sei es durch Spenden, denn Geld ist Macht, oder durch aktive Teilnahme als Freiwillige/r oder MitarbeiterIn. Zum Beispiel bei folgenden NGOs:

https://www.ariwa.org/aktiv-werden/

https://albert-schweitzer-stiftung.de/helfen/aktiv

https://animalequality.de/wie-kann-ich-helfen/

https://www.soko-tierschutz.org/helfen

6. Vernetzen und weiterentwickeln. Das geht über Teilnahme an Gruppenaktivitäten, Veranstaltungen wie vegane Brunches (zB von uns oder Animal Liberation Trier), Vorträgen und Konferenzen. Besonder sei hier hingewiesen auf die International Animal Rights Conference, die einmal jährlich in Luxemburg stattfindet. 2020 im Onlineformat: https://ar-conference.org/ 

Gemeinsam sind wir stark!

Active against injustice – and remain relaxed at the same time

by Co-Worker Sinah

Help, I’m an exotic?! Discussions

Depending on your circle of friends and family, an increasingly vegan lifestyle will also expose you to certain interested questions, discussions or even provocations. Stay cool! Experience shows that it helps above all to be well informed and to keep a cool head. Then it can happen quite well that a part of the closer environment without deep discussions joins the vegan lifestyle with the time.
1. Be informed. There are many strong arguments for vegan living. Who has those in the head and it with a few numbers spicken can show that he means it seriously.
2. To be really informed! Unfortunately Veganism attracts many people and opinions that are unbelievable to dangerous.

3. Remain sensitive to the recognition of conspiracy ideologies, right infiltration, esotericism and excessive health benefits.
4. Ask questions without provoking. This helps in discussions to free oneself from the role of victim (He who asks, leads) and to encourage the other person to think. One should be careful not to strike an accusatory undertone.
5. Realise when it is not the right time. If you just want to eat in peace or your counterpart is only looking for provocation anyway, then say clearly that you do not want to talk about this topic right now. Sometimes it is a wasted effort and does you no good. On the other hand, it is counterproductive to criticize others at the table.
6. Set an example and be inviting. Besides activism, this is the best way to get other people interested in veganism. Cooking together, having fun and simply staying consistent are particularly pleasant and sustainable for all involved.
7. Stay tuned. Sometimes it can be tedious to have the same discussions over and over again. At some point you get the idea that nothing will ever change anyway. Constant dripping wears the stone! Don’t give up, stand by your values and get support from like-minded people.

Become active

Living vegan is a very important step to stop participating in many injustices. It is accordingly however also quite passive. To work on the problems on social and political level it needs humans, who actively engage themselves for change. And often you just want to take things into your own hands as soon as you are sensitized for the topic. Just because the reasons for Veganismus are so versatile also various possibilities open themselves to become active after own interest. Animal rights, climate movement, human rights and nature conservation all profit from it in the end. Here a few suggestions:

1. Street activism in Trier. The group Animal Liberation Trier http://al-trier.com/ holds so-called Cubes in the city centre every Saturday. This is a peaceful and effective form of demonstration in which the participants stand in the pedestrian zone while videos from the animal industry are played and targeted discussions are held with interested parties. The group is also open to other forms of action. Wittlich Pig Save https://www.instagram.com/wittlichpigsave/ carry out vigils, i.e. they document the delivery of pigs to the Wittlich slaughterhouse and give them some water if possible. Movements like Fridays for Future are also a good place to go. Basically, there are various forms of street action, ranging from talks to demonstrations to civil disobedience, all of which have their justification.

2. Active at the university. In our department there is the possibility to promote the topic at the university and at the Studiwerk. Our cafeteria still has a lot of room for improvement with regard to the plant-based food supply, so that there are various ways to try to convince the Studiwerk. There is also the possibility to carry out forms of street activism at the university and thus to sensitize students. Some universities also have corresponding university groups or departments. Maybe an idea for Trier?
https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/referate/tierrechte
http://www.vegane-hochschulgruppe.de/
In use for vegan unimens: https://food4thoughtcampaign.org/en/home/

3. Multiply your own influence. That means: write eMails to the Studiwerk or to politicians and authorities and ask specifically for vegan products in the supermarket or restaurant. It is these small active actions that add up and bring criticism or suggestions to people and institutions with the power to change. Thus one can stimulate an exponential vegan growth quasi without much expenditure. And: constant drop hollows the stone.

4. Online activism. Requires a sure instinct, after all, you don’t want to scare away your followers and Facebook friends. But occasionally using social media to draw attention to current events or share good thoughts can be effective. Especially if you have the appropriate reach, of course. You can be inspired by many great sites. Here are a few to choose from:

A colourful program at Pia: https://www.instagram.com/piakraftfutter/

Biting comments on current topics: https://graslutscher.de/

Perhaps the best vegan comics: http://vegansidekick.com/

Breakfast of arguments: http://der-artgenosse.de/

5. Support organisations. Be it through donations, because money is power, or through active participation as a volunteer or employee. For example with the following NGOs:

https://www.ariwa.org/aktiv-werden/

https://albert-schweitzer-stiftung.de/helfen/aktiv

https://animalequality.de/wie-kann-ich-helfen/

https://www.soko-tierschutz.org/helfen

Networking and further development. This includes participation in group activities, events like vegan brunches (e.g. from us or Animal Liberation Trier), lectures and conferences. Special mention should be made of the International Animal Rights Conference, which takes place once a year in Luxembourg. 2020 in online format: https://ar-conference.org/

Together we are strong

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Nachhaltigkeit

Veganismus – Tag 3 – Moderne, industrielle Tierhaltung

Moderne, industrielle Tierhaltung

von Mitarbeiterin Sinah

English version below

Der Milchkarton wirkt so unschuldig – Hintergrundinfos

 

Wir müssen gerade gar nicht weit ausholen, um traurig und wütend stimmende Meldungen aus der Tierindustrie zu finden. In den vergangenen Tagen ist massenhaft Covid-19 bei SchlachthofmitarbeiterInnen von Schweinebaron Tönnies – übrigens großzügiger Spender für die tierschutzrückständige CDU, www.lobbypedia.de – und jetzt auch bei Geflügelschlachter Wiesenhof ausgebrochen. Dicht an dicht stehen die meist osteuropäischen, über Subunternehmen eingestellten Menschen dort und arbeiten im Akkord unter knallharten Bedingungen. Berichte über miserable Zustände in der Fleischindustrie gab es bereits vor einiger Zeit – jetzt finden wir sie durch Corona wieder in den Medien. Vielleicht glücklicherweise? Nur durch Öffentlichkeit kann sich etwas ändern. https://www.sueddeutsche.de/politik/schlachthoefe-coronavirus-fleischindustrie-1.4902646

Das Deutsche Tierschutzbüro hat erst jüngst wieder einmal einen “Einzelfall” von systematischer Tierquälerei in einem norddeutschen Milchviehbetrieb veröffentlicht. https://www.tierschutzbuero.de/kuhleid/ Man muss überhaupt nicht über die Landesgrenze schauen, um reihenweise Skandale in diversen Bereichen zu finden: Fehlbetäubte Tiere in konventionellen und Bioschlachthöfen, verwahrloste oder gar verwesende Milchkühe und Schweine, Tiere die bei regelmäßigen Stallbränden sterben, Gewalt, verunfallte Tiertransporter oder solche ohne Wasser bei brüllender Hitze im Stau, Lebensmittelskandale wie undeklariertes Pferdefleisch in Lasagne oder das Coronavirus, das für den Menschen erst durch den Verzehr von Tieren zur Gefahr wurde.

Alles legal

Die Liste ist endlos und nahezu täglich kommen kleinere und größere Schlagzeilen hinzu. Das allerdings ist nur ein Bruchteil dessen, was sich tatsächlich in der Tierindustrie abspielt. Die meisten Tier- und Menschenrechtsverletzungen geschehen im Verborgenen oder sind gar völlig legal. Ersteres wird durch die Behörden enorm vereinfacht: in Bayern erfahren tierhaltende Betriebe durchschnittlich nur alle 48,1 Jahre eine Kontrollehttps://www.landwirtschaft.de/diskussion-und-dialog/tierhaltung/wie-oft-werden-tierhaltende-betriebe-kontrolliert, und wenn doch kontrolliert wird, dann scheuen die AmtsveterinärInnen gern den bürokratischen Aufwand einer Beanstandung. Besonders deutlich wird das in den Schlachthöfen mit aufgedeckten Misständen, welche gesetzlich vorgeschriebene VeterinärInnen beschäftigten, die offensichtlich jedoch nicht eingriffen.

Bestürzender ist noch, dass Deutschland als vermeintlich im Tierschutz fortschrittliches Land eine üble Liste an Haltungsformen und Verstümmelungen sogenannter Nutztiere erlaubt. Man überlege sich, wie groß der Aufschrei wäre, würden diese Praktiken an Haustieren durchgeführt: Ganzjährige Anbindehaltung von Kühen oder Kastenstände für Zuchtsauen, welche sich beide fast ihr Leben lang nicht umdrehen können. Harte Betonspaltenböden, die zu schmerzhaften Abszessen führen. Bestialischer Ammoniakgestank. Hühner können durch überzüchtetes Brustfleisch oft nicht mehr aufstehen und trinken. Künstliche Besamung der weiblichen Tiere, die besonders bei Zuchtputen äußerst grob durchgeführt wird und häufig zu Verletzungen führt, und bei Kühen wird durch jährliche Besamung die Milchproduktion über die riesigen Euter möglichst hoch gehalten. Geborene Jungtiere werden trotz Trennungsschmerz bald von der Mutter entfernt und dem System angepasst. Ausbrennen der Hörner, Abschneiden von Schwänzen, Zähnen und Schnabelspitzen und Kastrationen – alles ohne Betäubung. Fotograf Timo Stammberger hat die typischen Instrumente dafür in einem Projekt ohne Blut festgehalten: https://www.fluter.de/mit-diesen-werkzeugen-arbeitet-tierzucht-massentierhaltung Werkzeuge, die man in jedem Landwirtschaftsbedarf findet. Männliche Küken von Eierlegerassen schreddert oder vergast man, männliche Kälber schlachtet man für Kalbfleisch. Und wenn sie zu kümmerlich sind oder nicht genug Geld bringen, werden sie vor Ort bisweilen totgeprügelt. Wenngleich letzteres wieder illegal ist, so ist es doch nicht unüblich, wie Tierrechtsorganisationen immer wieder dokumentieren.

Deutschland veröffentlicht tatsächlich sogar offizielle Zahlen zur Fehlbetäubungsrate beim Schlachtvorgang: Bei Schweinen sind es bis zu 12,5% http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710021.pdf registriertermaßen unzureichend betäubte Tiere, die folglich während des Ausblutens oder gar beim Zerlegen wieder aufwachen. Nicht, dass eine funktionierende Betäubung angenehmer wäre. Bei Rindern muss die Bolzenschusspistole häufig mehrmals abgedrückt werden, bis sie wirkt, und Schweine fahren in CO2-Kammern, in welchen sie durch das ätzende Gas sekundenlang Panik durch Schleimhautbrennen und Erstickungsgefühle haben. Hühner und Puten werden an den Füßen kopfüber aufgehängt und durch Elektrowasserbäder gezogen – manche schaffen es, verzweifelt den Kopf zu heben und bleiben so bei Bewusstsein. Fische hingegen erfahren meist überhaupt keine Betäubung, obwohl ihnen mittlerweile ein ausgeprägtes Schmerzempfinden zugeschrieben wird. In den riesigen Fangnetzen erdrücken sie sich beim Einholen gegenseitig, durch die Druckveränderung quellen die Augen heraus und Schwimmblasen platzen. An Deck lagert man die lebenden Fische gern direkt auf Eis, wo sie unter Schmerzen ersticken, nimmt sie lebendig bei Bewusstsein aus oder zieht Thunfische an Haken aus dem Wasser und ersticht sie.
Die Liste ist lang und sie könnte problemlos doppelt so lang werden. Eins wird klar: die Herstellung tierischer Produkte für menschlichen Genuss degradiert Tiere zu Waren, unabhängig davon ob konventioneller Großbetrieb, kleinbäuerlicher Familienbetrieb oder Biohaltung. Die Unterschiede sind marginal, die Praktiken ähnlich und die Kontrollen selten, der Preisdruck alltagsbestimmend. Ums Geld geht es entlang der ganzen Produktionskette, sodass auch Menschen darunter leiden. Familien in Südamerika werden vertrieben und erkranken durch die eingesetzten Pestizide, weil die Menschen hinter den riesigen Futtersojaplantagen große Macht und wenig Skrupel haben. Insbesondere Menschen außerhalb der Industrienationen kämpfen zudem mit den zunehmenden Umweltkatastrophen, die durch die Tierindustrie wie an Tag 1 dargestellt mit befeuert werden. Letztlich sind Tierrechte auch Menschenrechte, denn wie Mahatma Gandhi gesagt haben soll: “Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran erkennen, wie sie ihre Tiere behandelt.” Wer echte Empathie empfinden kann für die Schwächsten und Unähnlichsten, der wird auch bei den Ähnlichen, also den Mitmenschen, eher dazu in der Lage sein.

Jeder Einkauf ein Stimmzettel

Durch Globalisierung und Fortschritt sind wir in einer tollen Position: wir haben die Wahl, ob wir all das unterstützen möchten. Es gibt eigentlich keinen rationalen Grund dafür, weshalb wir hochintelligente Schweine essen, das bei Hunden aber abartig finden. Von klein auf wurde uns nur beigebracht, dass sogenannte Nutztiere eine gesichtslose, individuenfreie Masse sind, wohingegen wir unseren Haustieren echte Persönlichkeiten zuschreiben. Die Wissenschaft lässt keine rationale Unterscheidung zu, und wir sollten die anerzogene Notwendigkeit, Natürlichkeit und Normalität tierischer Produkte zum Wohle aller leidensfähigen Lebewesen hinterfragen. Entscheide dich für Mitgefühl und gegen Ausbeutung. Es gibt heutzutage zahllose gesunde und leckere Alternativen, die schon aus überzeugten FleischesserInnen und Kochmuffeln ebenso überzeugte VeganerInnen gemacht haben. Probier unsere Startertipps von Tag 2 doch heute noch aus. Und wenn du nun aktiv etwas für Mensch und Tier tun möchtest oder ein bisschen Handwerkszeug für deine ersten Diskussionen brauchst, dann schau in den nächsten Artikel rein 🙂

Ein lebenswertes Leben

Bilder aus der Tierindustrie sind oft grausam, auf den ersten oder zumindest den zweiten Blick, wenn man die vermeintliche Idylle einer Milchkuhherde auf der Weide zu hinterfragen lernt. Deshalb wollen wir mit was Schönem abschließen. Sogenannte Lebenshöfe haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Individualität und den Lebenswillen von Nutztieren zu zeigen, indem sie ihnen ein Leben um des Lebens Willen ermöglichen – sie müssen keinerlei Nutzen mehr erbringen. Eine solche Persönlichkeit ist Rosa Mariechen, die auf Hof Butenland in Norddeutschland lebt. Eine willensstarke Schweinedame, die als Ferkel aus einer Mastanlage gerettet wurde, in der sie bereits halb tot und von Ratten angefressen in der Ecke lag. Inzwischen erfreut sie sich einfach nur des Lebens. Schonmal ein Schwein unter Wasser blubbern sehen?

https://www.youtube.com/watch?v=8ssipBjnxIs

Die Stiftung Hof Butenland wurde von einem ehemaligen Milchbauern und seiner Partnerin gegründet. Jan Gerdes wollte es irgendwann nicht mehr verantworten, dass seine Kühe nach ihrer Nutzungszeit zum Schlachter geschickt werden müssen und mochte das System nicht mehr unterstützen. Die Geschichte der beiden zeigt der Dokumentarfilm Butenland.

Wenn du vertiefen möchtest, was wir hier nur kurz anreißen konnten, empfehlen wir folgende Seiten und Quellen:

Sauber recherchierte Fakten zur Tierindustrie von der Albert Schweitzer Stiftung: https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung

Wann bekommt man schon die Chance, Puten besser kennenzulernen? Liebenswerte Vögel! https://www.youtube.com/watch?v=yAq5Sj_b3YI

Eine Auswahl an Lebenshöfen:

Hof Butenland: www.stiftung-fuer-tierschutz.de

Land der Tiere: www.land-der-tiere.de

Gut Weidensee: https://www.gut-weidensee.org/

Hagel Hof: https://www.hagelhof.de/

Erdlingshof: www.erdlingshof.de

Modern, industrial animal husbandry

by Coworker Sinah

The milk carton looks so innocent – background information

 

We don’t have to go far to find sad and angry news from the animal industry. In the past few days, masses of Covid-19 have broken out among slaughterhouse employees of pig baron Tönnies – by the way a generous donor for the CDU, which is backward in terms of animal welfare – and now also among poultry slaughterers at Wiesenhof (cf. www.lobbypedia.de). The people there, most of whom are from Eastern Europe and are employed by subcontractors, are standing close together and working in piecework under tough conditions. There were already reports of miserable conditions in the meat industry some time ago – now, thanks to Corona, we find them again in the media. Perhaps fortunately? Only through publicity can something change (cf. https://www.sueddeutsche.de/politik/schlachthoefe-coronavirus-fleischindustrie-1.4902646)


Only recently the German Animal Welfare Office has once again published an „isolated case“ of systematic cruelty to animals on a North German dairy farm (cf. https://www.tierschutzbuero.de/kuhleid/). You don’t have to look across the state border to find a series of scandals in various areas: Mis-stunned animals in conventional and organic slaughterhouses, neglected or even decaying dairy cows and pigs, animals that die in regular stable fires, violence, animal transporters involved in accidents or those without water in a traffic jam with roaring heat, food scandals such as undeclared horse meat in lasagne or the coronavirus, which only became a danger to humans through the consumption of animals.

All legal

The list is endless and almost daily smaller and larger headlines are added. This, however, is only a fraction of what actually happens in the animal industry. Most animal and human rights violations are hidden or even completely legal. The former is enormously simplified by the authorities: in Bavaria, livestock farms are inspected on average only every 48 years, and when inspections are carried out, the official veterinarians are happy to shy away from the bureaucratic burden of a complaint (cf. https://www.landwirtschaft.de/diskussion-und-dialog/tierhaltung/wie-oft-werden-tierhaltende-betriebe-kontrolliert). This becomes particularly clear in the slaughterhouses with uncovered irregularities, which employed legally required veterinarians, who obviously did not intervene.

Even more disturbing is the fact that Germany, as a supposedly progressive country in animal protection, allows an evil list of keeping and mutilation of so-called farm animals. Think how big the outcry would be if these practices were carried out on pets: Year-round tethering of cows or box stalls for breeding sows, both of which cannot turn around for almost their entire lives. Hard concrete slatted floors, which lead to painful abscesses. Bestial ammonia stench. Chickens are often unable to get up and drink due to over-bred breast meat. Artificial insemination of the female animals, which is carried out very roughly, especially in the case of breeding turkeys, and often leads to injuries. In the case of cows, annual insemination keeps milk production as high as possible via the huge udders. Born young are soon removed from the mother and adapted to the system despite pain of separation. Burning out the horns, cutting off tails, teeth and beak tips and castration – all without anaesthetic. Photographer Timo Stammberger has captured the typical instruments for this in a project without blood: https://www.fluter.de/mit-diesen-werkzeugen-arbeitet-tierzucht-massentierhaltung Tools that can be found in every agricultural need. Male chicks from egg laying breeds are shredded or gasified, male calves are slaughtered for veal. And if they are too puny or do not bring in enough money, they are sometimes beaten to death on the spot. Although the latter is illegal again, it is not unusual, as animal rights organisations document time and again.

In fact, Germany even publishes official figures on the false stunning rate during the slaughtering process: Up to 12.5% of pigs are not sufficiently stunned (cf. http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710021.pdf), so they consequently wake up during bleeding out or even during cutting, not that a proper stunning would be more comfortable. In cattle, the bolt gun often has to be squeezed several times before it takes effect, and pigs travel in CO2 chambers where the corrosive gas causes them to panic for seconds, causing them to burn their mucous membranes and feel suffocated. Chickens and turkeys are hung upside down by their feet and dragged through electric water baths – some manage to lift their heads in desperation and thus remain conscious. Fish, on the other hand, usually do not experience anaesthesia at all, although they are now attributed a pronounced sense of pain. They squeeze each other in the huge fishing nets as they reel them in, the change in pressure causes the eyes to swell out and swim bubbles to burst. On deck, the living fish are often stored directly on ice, where they suffocate in pain; gutted alive while conscious or tuna are pulled out of the water on hooks and stabbed.

The list is long and it could easily be twice as long. One thing is clear: the production of animal products for human consumption degrades animals to commodities, regardless of whether they are produced on a large conventional farm, a small family farm or organic farming. The differences are marginal, the practices similar and the controls rare, the price pressure determining everyday life. Money is at stake along the entire production chain, so people also suffer. Families in South America are displaced and fall ill due to the pesticides used, because the people behind the huge fodder soy plantations have great power and few scruples. Especially people outside of the industrial nations are also struggling with the increasing environmental disasters, which are fired by the animal industry as shown on day 1. Ultimately, animal rights are also human rights, because as Mahatma Gandhi is said to have said: „The greatness and moral progress of a nation can be seen in the way it treats its animals. If you can feel true empathy for the weakest and most dissimilar, you will be more likely to feel empathy for your peers.

Each purchase a ballot

Through globalisation and progress we are in a great position: we have the choice to support all this. There is actually no rational reason why we eat highly intelligent pigs, but find it perverse in dogs. From a very young age we were only taught that so-called farm animals are a faceless, individual-free mass, whereas we attribute real personalities to our pets. Science allows no rational distinction, and we should question the educated necessity, naturalness and normality of animal products for the benefit of all living beings capable of suffering. Decide for compassion and against exploitation. There are countless healthy and tasty alternatives available today, which have already turned convinced meat eaters and cooking grouches into equally convinced vegans. Try out our starter tips from day 2 today. And if you want to take action for humans and animals or need some tools for your first discussions, then take a look at the next article 🙂

A life worth living

Images from the animal industry are often cruel, at first or at least at second glance, when one learns to question the supposed idyll of a dairy herd in the pasture. Therefore we want to finish with something beautiful. So-called Lebenshöfe have made it their business to show the individuality and will to live of farm animals by enabling them to live for the sake of life – they no longer have to provide any benefit whatsoever. One such personality is Rosa Mariechen, who lives on Hof Butenland in Northern Germany. A strong-willed lady pig, who was rescued as a piglet from a fattening unit where she was already lying in the corner, half dead and eaten by rats. In the meantime she simply enjoys life. Ever seen a pig bubbling under water?

https://www.youtube.com/watch?v=8ssipBjnxIs

The foundation Hof Butenland was founded by a former dairy farmer and his partner. At some point Jan Gerdes no longer wanted to be responsible for the fact that his cows had to be sent to the slaughterhouse after their period of use and no longer wanted to support the system. The documentary film Butenland shows the story of the two.

If you want to go into more detail, which we could only touch on briefly here, we recommend the following pages and sources:

Well researched facts about animal husbandry from the Albert Schweitzer Stiftung: https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung

When do you get the chance to get to know turkeys better? Lovely birds! https://www.youtube.com/watch?v=yAq5Sj_b3YI

A selection of shelter farms:

Hof Butenland: www.stiftung-fuer-tierschutz.de

Land der Tiere: www.land-der-tiere.de

Gut Weidensee: https://www.gut-weidensee.org/

Hagel Hof: https://www.hagelhof.de/

Erdlingshof: www.erdlingshof.de

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Kategorien
Nachhaltigkeit

Veganismus – Teil 2: Getting Started

Vegane Ernährung – Getting Started

von Mitarbeiterin Sinah

English version below

So viele Infos, wo starte ich?


Wichtig ist, dass du ein Tempo wählst, mit dem du dich wohlfühlst. Manche brauchen einen radikalen Umstieg oder es passiert einfach, nachdem sie mit schlimmen Bildern oder Zahlen konfrontiert wurden. Anderen hilft es, schrittweise vorzugehen. Vielleicht zuerst nach Alternativen suchen und Altbekanntes ersetzen? In der ersten Woche kein Fleisch und in der zweiten dann zusätzlich Hafer- statt Kuhmilch ins Müsli? Du kannst dir auch überlegen, zunächst als “HeimveganerIn” zu starten und außerhalb noch vegetarisch zu essen. Mach dir keinen Druck, aber erkenne, was dir schwer fällt und wie du damit umgehen möchtest. Es ist besser, vorerst außer der Kuhmilch im Kaffee vegan zu leben, anstatt es gar nicht erst zu versuchen. Ruf dir die Gründe ins Gedächtnis, weshalb du Veganismus sinnvoll findest, und such dir vielleicht einen Koch- oder Challengebuddy. Gemeinsam kann man sich motivieren und es macht mehr Spaß (zum Beispiel beim veganen Brunch).

Vegan Einkaufen


Der Großteil der Lebensmittel in Supermärkten beinhaltet leider noch tierische Bestandteile. Wir haben alle unsere gewohnten Routen beim Einkaufen und bekannte Produkte, die wir gerne mitnehmen. Da muss man sich zunächst ein wenig umgewöhnen, aber: das geht recht schnell. Plane am Anfang etwas mehr Zeit zum Einkaufen ein und versuche, dich an den Einkaufszettel zu halten. Fündig wirst du mittlerweile überall, selbst Discounter haben meist ein breites Angebot an veganen Lebensmitteln. Und vergiss nicht, dass die Grundlage der veganen Ernährung (Gemüse, Obst, Getreide und Hülsenfrüchte) kein bisschen exotisch ist. Selbst im Discounter gibt es mittlerweile auch Quinoa, Brotaufstriche und Co. Und wo gibt’s “the real fancy stuff”? Hier ein paar Beispiele.

Bekannte Discounter: u.a. Pflanzenmilch, Fleisch- und Wurstalternativen, Fischstäbchen, Tofu, Tiefkühlgerichte, Tiefkühlpizza, Eis, Burgerpatties

Bioladen: u.a. Tempeh (fermentierte Sojabohnen), Seitan (Weizenfleisch) und ähnliche spannende Alternativen
Supermärkte und Großdiscounter: u.a. Käse-, Fleisch- und Wurstalternativen, Nussmuse, Tahin, Internationale Abteilungen, Eis, Pflanzenmilch und -joghurt uvm
Drogerien: Nussmuse, Pflanzenmilch, Tofu und viele Basic-Trockenprodukte
Internationale Läden: Günstige Großpackungen, “Mock Duck” und weitere spannende internationale vegane Leckereien

Generell gilt: Probieren! Es gibt richtig leckere Alternativen, genauso wie ungenießbare. Nicht jede Pflanzenmilch (nicht einmal innerhalb einer Sorte) schmeckt im Kaffee gleich gut – manche sind zB mit Zuckerzusatz, andere ohne. Manche Fleischalternativen sind dem Original ähnlicher, andere weniger. Das ist alles Geschmackssache – hab einfach ein bisschen Freude am Durchtesten.

Vegan in Trier und an der Uni überleben

Auswärts essen gehen ist gar nicht schwer, man braucht nur manchmal ein bisschen Mut, um nachzufragen – oder man informiert sich im Voraus, was es wo zu essen gibt: http://al-trier.com/triervegan/. Indisch oder Italienisch ist meistens eine gute Idee.

Die Mensa an der Uni hat ein recht gutes Angebot, wenn auch ausbaufähig – wir arbeiten dran! Es gibt jeden Tag veganen Eintopf und ein richtig gutes, sättigendes Salatbuffet. Highlight kann der Wok sein, der mehrmals in der Woche ein veganes Gericht anbietet. Es ist meistens sehr ausgewogen und schmeckt oft ziemlich gut. Zwei Mal pro Woche wird man außerdem an Theke 1 fündig – Sojagyros und gefüllte Paprika sind sehr empfehlenswert.

Nährstoffe

Vegan ernähren ist anstrengend? Joa, am Anfang schon ein bisschen. Aber man kann sich ziemlich viel cooles Wissen über Nährstoffe aneignen. Und ist man erst einmal umgewöhnt, klappt es wie von allein.
Grundregel: Je unverarbeiteter, desto besser. Vollkornprodukte zum Beispiel enthalten sehr viel mehr Mineralstoffe, Vitamine und auch Proteine als solche aus Weißmehl. Und je bunter und komplexer, desto besser. Über den Tag verteilt solltest du “den Regenbogen” essen, da jede Farbe eine andere Vitaminzusammensetzung hat. Bediene dich außerdem aus jeder Lebensmittelgruppe: Viel Gemüse, Obst, Getreide und Hülsenfrüchte, aber auch Nüsse und Samen. Für manche Stoffe oder Lebenssituationen sind Supplemente sinnvoll.
B12: Muss supplementiert werden! Zum Beispiel als Lutschtablette mit Geschmack.
Eiweiß: Hülsenfrüchte (auch Tofu und Sojaschnetzel), Vollkorngetreide, Nüsse, …
Calcium: Angereicherte Pflanzenmilchprodukte, Tofu, grünes Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl, Sesam und Sesammus (Tahin), …
Eisen: Schwarztee und Kaffee direkt zum Essen hemmen die Aufnahme, lieber eine Stunde warten. Dunkelgrünes Gemüse, Rote Bete, Samen und Nüsse, Vollkorn, Linsen, … Toptipp: Getreide und Hülsenfrüchte einige Stunden einweichen, das löst hemmende Pflanzenstoffe heraus.
Omega 3: Sonnenblumen- oder Distelöl ist kontraproduktiv. Sehr gut ist Lein- oder auch Hanföl, zum Kochen zB Raps- oder Olivenöl nehmen.
Selen: Paranüsse oder supplementieren
Ausführliche Infos gibt es z. B. bei https://proveg.com/de/ernaehrung/naehrstoffe/

Hilfsprogramme


Es gibt inzwischen richtig viele Orgas, die tolle Leitfäden zusammengestellt haben.

Proveg: Berichtet online umfangreich und gut gestaltet für EinsteigerInnen, auch mit eMail-Programm.
PeTAs Veganstart: Gibt es auch als App für iOS und Android. Behandelt alle Lebensbereiche des Veganismus.
LoveVeg: 3-wöchiger Ernährungsguide von Animal Equality Deutschland e.V.
Vegan Taste Week: Einwöchiger Schnupperkurs von der Albert Schweitzer Stiftung.
Veganuary: Einen Monat mit Unterstützung vegan ernähren. Ursprünglich als Neujahrsvorsatz konzipiert, kann man aber jederzeit starten. 

 

 

Bücher
Zum Thema Nährstoffe ist “Vegan Klischee ade” von Niko Rittenau ein gutes Standardwerk.

Vegane Nutritioun – Getting Started

by Co-worker Sinah

So much information, where do I start?

It is important that you choose a pace that you feel comfortable with. Some need a radical change or it just happens after being confronted with bad pictures or numbers. For others, it helps to take it step by step. Perhaps first look for alternatives and replace the old familiar? In the first week no meat and in the second week oat milk instead of cow’s milk in the muesli? You can also consider starting as a „home vegan“ and eating vegetarian food outside the home. Don’t put any pressure on yourself, but recognize what you find difficult and how you want to deal with it. It is better to live vegan for the time being, apart from the cow’s milk in the coffee, instead of not even trying. Remember the reasons why you think veganism makes sense, and maybe find a cooking or challenge buddy. Together you can motivate yourself and it’s more fun (for example at a vegan brunch).

Vegan grocery shopping

 The majority of food in supermarkets unfortunately still contains animal ingredients. We have all our usual routes when shopping and well-known products that we like to take with us. At first you have to get used to it a little bit, but: it goes quite fast. Plan a little more time for shopping in the beginning and try to stick to the shopping list. Meanwhile you will find what you are looking for everywhere, even discounters usually have a wide range of vegan food. And don’t forget that the basis of the vegan diet (vegetables, fruits, grains and legumes) is not a bit exotic. Even discounters now offer quinoa, spreads, etc. And where can you get „the real fancy stuff“? Here are a few examples.

Well-known discounters: among other things vegetable milk, meat and sausage alternatives, fish sticks, tofu, frozen dishes, frozen pizza, ice cream, burger patties

Organic food stores: including Tempeh (fermented soybeans), Seitan (wheat meat) and similar exciting alternatives

Supermarkets and large discounters: including cheese, meat and sausage alternatives, nut muse, tahin, international departments, ice cream, vegetable milk and yoghurt and much more

Drugstores: Nutmuse, vegetable milk, tofu and many basic dry products

International shops: Cheap bulk packs, „Mock Duck“ and other exciting international vegan treats

In general: Try it! There are really tasty alternatives, just like inedible ones. Not all vegetable milk (not even within one variety) tastes equally good in coffee – some are, for example, with added sugar, others without. Some meat alternatives are more similar to the original, others less. It’s all a matter of taste – just have a little fun testing it.

How to survive beeing vegan in Trier and at university

Going out for a meal is not difficult at all, you just need a little bit of courage sometimes to ask – or you can find out in advance what’s for dinner where: http://al-trier.com/triervegan/. Indian or Italian is usually a good idea.

The cafeteria at the university has quite a good offer, even if it is expandable – we are working on it! There is vegan stew every day and a really good, filling salad buffet. Highlight can be the wok, which offers a vegan dish several times a week. It is usually very balanced and often tastes quite good. Twice a week you can also find it at counter 1 – soy gyros and stuffed peppers are highly recommended.

Nutrients

Eating vegan is exhausting? Yeah, a little at first. But you can pick up a lot of cool knowledge about nutrients. And once you get used to it, it works itself out.

Basic rule: the more raw, the better. Whole grain products, for example, contain far more minerals, vitamins and even proteins than those made from white flour. And the more colourful and complex, the better. You should eat „the rainbow“ throughout the day, as each colour has a different vitamin composition. Also help yourself to each food group: lots of vegetables, fruit, grains and pulses, but also nuts and seeds. For some substances or life situations supplements are useful.

B12: Must be supplemented! For example as a lozenge with taste.

Protein: Pulses (also tofu and soya chips), wholemeal cereals, nuts, …

Calcium: enriched vegetable milk products, tofu, green vegetables such as broccoli and kale, sesame and sesammus (tahini)

Iron: Black tea and coffee right with your meal will inhibit absorption. Better wait an hour. Dark green vegetables, beetroot, seeds and nuts, wholemeal, lentils, … Top tip: Soak cereals and pulses for a few hours, this releases inhibiting plant substances.

Omega 3: Sunflower or thistle oil is counterproductive. Very good is linseed or hemp oil, for cooking use rapeseed or olive oil.

Selenium: Brazil nuts or supplements.

Detailed information is available at https://proveg.com/de/ernaehrung/naehrstoffe/

Auxiliary programs

 There are now a lot of orgasms that have put together great guides.

Proveg: Reports online extensively and well designed for beginners, also with email program.

PeTAs Veganstart: Also available as an app for iOS and Android. Covers all aspects of veganism.

LoveVeg: 3-week nutrition guide by Animal Equality Germany e.V.

Vegan Taste Week: One-week taster course from the Albert Schweitzer Foundation

Veganuary: One month of vegan nutrition with support. Originally designed as a New Year’s resolution, but you can start at any time.

Books

On the subject of nutrients, „Vegan Klischee ade“ by Niko Rittenau is a good standard work.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

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Nachhaltigkeit

Veganismus – Teil 1 – Veganismus, Nachhaltigkeit und Ethik

Veganismus, Nachhaltigkeit und Ethik

von Mitarbeiterin Sinah

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Eine feste Komponente unseres Referats ist der einmal im Monat stattfindende vegane Brunch – und er fehlt uns. Zeit also für ein buntes Paket an Background-Infos und Thementipps! Heute an Tag 1 geht’s los mit der grundlegenden Frage, was Veganismus überhaupt bedeutet, und warum wir als Referat uns damit eigentlich beschäftigen. Und im Laufe der Woche zeigen wir dir, was du Schritt für Schritt selbst tun kannst.

Für das Nachhaltigkeitsreferat nimmt Ernährung einen wichtigen Stellenwert ein. Essen müssen wir alle und häufig, sodass der Konsum von Lebensmitteln eine enorme Menge Ressourcen verbraucht und viele Arbeitsbranchen beeinflusst. Es wird angenommen, dass 19-29% der weltweiten Treibhausgasemissionen durch Ernährung verursacht werden, und je nach Studie entfallen unter Berücksichtigung aller Faktoren mindestens 14,5% auf die Tierindustrie. Tierhaltung nimmt in der globalen Ernährung also einen hohen Stellenwert ein: 60% der weltweiten Biomasse an Säugetieren sind sogenannte Nutztiere, 36% Menschen und lediglich 4% Wildtiere, bei Vögeln sind es 30% in freier Wildbahn versus 70% in der Tierhaltung.

Diese gigantische Masse an Tieren, die für den menschlichen Verzehr produziert werden, muss ebenfalls ernährt werden. Meist mit einem Großteil an Sojaschrot, angebaut in Südamerika auf ehemaligen Regenwaldflächen. Über 80% der Sojaernte fließen in Tierfutter und machen Fleisch, Milch, Eier und auch Fisch aus Aquakultur damit zu gigantischen sekundären CO2-Verursachern. Mit der Futterproduktion einhergehende Monokulturen und entsprechende Pestizide und Insektizide bedrohen Ökosysteme und Artenvielfalt. Nun ist die Produktionskette von Tierprodukten höchst ineffizient. Auf den rund 80% für die Tierproduktion genutzten landwirtschaftlichen Fläche werden nur 18 % der Kalorien und 37% der Proteine erzeugt. Die Tierhaltung ist damit wesentlich umweltschädlicher, als direkt für den menschlichen Verzehr angebaute Nahrung.

Am Ende stehen die Ausscheidungen der Tiere, die entsorgt werden müssen. Riesige Gülleseen gibt es zum Beispiel in den USA – in Deutschland führt die Gülleentsorgung zu gefährlichen Nitratanstiegen im Grundwasser. Das Ökosystem Meer wird vor allem durch den industriellen Fischfang bedroht. Pelagische Schleppnetze von 1,5 km Länge beinhalten unvermeidlichen Beifang wie Delfine oder Schildkröten, die nicht selten tot zurück ins Meer geworfen werden, und die kleineren Grundschleppnetze vernichten das Leben am Meeresboden. Zudem treiben sogenannte Geisternetze als Plastikmüll und Verschnürungsgefahr durchs Wasser. Und durch die enorme Nachfrage nach Fisch sind etliche Arten bedroht. Siegel wie das bekannte MSC-Siegel oder auch Bio-Auszeichnungen sind dabei leider häufig mehr Gewissensberuhigung, als dass sie tatsächlich sogenannten nachhaltigen Fischfang garantieren… Fisch aus Aquakulturen hingegen verschmutzt durch die marine Massentierhaltung die Meere, greift in heimische Ökosysteme ein und bringt, ebenso wie die Tierhaltung an Land, Antibiotika in die Kreisläufe.

Die Thematik ist komplex, sodass konkrete Prozente immer mit Vorsicht zu genießen sind. Man findet unter Experten allerdings weitgehend wissenschaftlichen Konsens, dass die sogenannte Nutztierhaltung einen gravierenden Beitrag zu diversen Umweltproblemen leistet, die mit pflanzlicher Ernährung drastisch reduziert werden könnten. Einer bekannten Oxford-Studie zufolge sparen VeganerInnen pro Jahr acht Economy-Class Flüge zwischen London und Berlin ein.

Nun ist es so, dass Veganismus kein Freiflugschein und kein Allheilmittel ist. Weitere mit dem Thema Ernährung verknüpfte Faktoren wie Plastikmüll, Pestizide, Ökosystem werden durch eine pflanzliche Ernährung nicht unmittelbar gelöst – vielleicht erwartet dich dazu in der kommenden Zeit noch eine Themenwoche. Aber es zeichnet sich eindeutig ab, dass die Produktion tierlicher Lebensmittel höchst ineffizient ist und die industrielle Tierhaltung eine gravierende Bedrohung für Klima und Natur darstellt. Eine pflanzliche Ernährung setzt hier an und spart Ressourcen und Treibhausgase in signifikanten Mengen.

Hier zum Beispiel ein Video auf Youtube zu einem Güllesee neben einer Tierfabrik.s

Veganismus geht allerdings noch weiter und bezeichnet eine nach Möglichkeiten leidfreie Lebensform über die Ernährung hinaus. In erster Linie beinhaltet Veganismus natürlich die Ablehnung tierischer Produkte in allen Lebensbereichen, also auch im Bereich Bekleidung und Lifestyle, aber auch die Ablehnung der Unterhaltung durch Tiere in Zoos, Zirkussen oder durch die klassische Haustierzucht. Grundlage dafür ist die Idee des Speziesismus, also der ungerechtfertigten Bevor- oder Benachteiligung bestimmter Tiere (und damit letztlich auch des Menschen) allein aufgrund ihrer Art.

Es geht zum Beispiel um das Hinterfragen der weitgehend willkürlichen Unterteilung von Arten in liebenswerte, individuelle Haustiere versus zur Ware degradierte Nutztiere – schließlich empfinden beide gleich viel Schmerz – oder um die Grundhaltung, dass Tiere aufgrund der Vielzahl an Alternativen für den Menschen keinen Nutzen erfüllen und stattdessen Rechte erhalten sollten.

Nachhaltigkeit ist generell ein sehr dehnbarer Begriff, und ohne Respekt gegenüber fühlenden Lebewesen sind echte globale Nachhaltigkeit und ein achtsames Miteinander nicht möglich. Deshalb beleuchten wir in dieser Woche auch moralische Faktoren genauer, das heißt den Alltag der Tierindustrie in Bezug auf Tierschutz sowie Tier- und Menschenrechte – denn letztere sind mit dem Veganismus eng verknüpft.

Probier heute doch direkt mal folgendes superschnelles, einfaches Rezept aus:

https://vegan-taste-week.de/vegane-rezepte/gemuesepfanne

Eine sommerliche Gemüsepfanne, die sich individuell variieren lässt: Mit gehackten Nüssen für Biss und Aroma, mit Hefeflocken zum Würzen oder mit weißen Bohnen als Proteinkomponente. Dazu zum Beispiel Nudeln oder Kartoffeln – und als Topping Knoblauchöl? Geht ratzfatz und schmeckt super.

Quellen

https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/jedes-zweite-saeugetier-ist-ein-nutztier
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/uba-umweltschaeden-landwirtschaft
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/tierprodukte-befeuern-globale-erwaermung
https://albert-schweitzer-stiftung.de/fische-krebstiere/fische-wild
https://www.peta.de/umwelt
https://www.annualreviews.org/doi/abs/10.1146/annurev-environ-020411-130608?journalCode=energy
http://www.fao.org/3/a-i3437e.pdf
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/schwerpunkte_2017_web.pdf
https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/beitrag-der-landwirtschaft-zu-den-treibhausgas#klimagase-aus-der-viehhaltung
https://www.quarks.de/umwelt/landwirtschaft/msc-3-kritikpunkte-an-dem-siegel/
https://www.pnas.org/content/early/2016/03/16/1523119113

Vegan, sustainability und ethics

by coworker Sinah

A fixed component of our presentation is the vegan brunch which takes place once a month – and we miss it. So it’s time for a colourful package of background information and tips! Today on day 1 we start with the basic question, what Veganism means at all, and why we actually deal with it. And in the course of the week we will show you what you can do yourself step by step.

For the sustainability department, nutrition takes an important value. We all have to eat frequently, so that the consumption of food consumes an enormous amount of resources and influences many working sectors. It is assumed that 19-29% of global greenhouse gas emissions are caused by food, and depending on the study, taking all factors into account, the animal industry accounts for at least 14.5%. Animal husbandry thus plays an important role in global nutrition: 60% of the worldwide biomass of mammals is farm animals, 36% of humans and only 4% of wild animals, while for birds the figure is 30% in the wild versus 70% in animal husbandry.

This gigantic mass of animals produced for human consumption must also be fed. Mostly with a large amount of soybean meal, grown in South America on former rainforest areas. More than 80% of the soya harvest goes into animal feed, making meat, milk, eggs and even fish from aquaculture gigantic secondary CO2 producers. Monocultures and pesticides and insecticides associated with the production of animal feed threaten ecosystems and biodiversity. Now the production chain of animal products is highly inefficient. Only 18% of the calories and 37% of the proteins are produced on the approximately 80% of agricultural land used for animal production. Livestock farming is therefore much more harmful to the environment than food grown directly for human consumption.

At the end are the excrements of the animals, which have to be disposed of. There are huge lakes of manure in the USA, for example – in Germany manure disposal leads to dangerous nitrate increases in the groundwater. The marine ecosystem is threatened above all by industrial fishing. Pelagic trawls of 1.5 km in length contain unavoidable by-catch such as dolphins or turtles, which are often thrown back into the sea dead, and the smaller bottom trawls destroy life on the sea floor. In addition, so-called ghost nets drift through the water as plastic waste and danger of tying up. And due to the enormous demand for fish, several species are threatened. Labels such as the well-known MSC label or organic labels are unfortunately often more a comfort of conscience than a guarantee of so-called sustainable fishing… Fish from aquacultures, on the other hand, pollute the oceans through marine intensive livestock farming, interfere with domestic ecosystems and, just like livestock farming on land, introduce antibiotics into the cycle.

The issue is complex, so that concrete percentages should always be treated with caution. However, there is a broad scientific consensus among experts that so-called farm animal husbandry makes a serious contribution to various environmental problems, which could be drastically reduced with a plant-based diet. According to a well-known Oxford study, vegans save eight economy class flights between London and Berlin per year.

Now it is so that Veganismus is no free flight ticket and no panacea. Further factors connected with the topic nutrition such as plastic garbage, pesticides, ecological system are not solved by a vegetable nutrition directly – perhaps in the coming time still another topic week expects you in addition. But it is becoming clear that the production of animal food is highly inefficient and that industrial animal husbandry poses a serious threat to climate and nature. A plant-based diet starts here and saves resources and greenhouse gases in significant quantities.

Here an example of a lake of slurry next to an animal farm on youtube

Veganism goes however still further and designates a way of life free of suffering after possibilities beyond the nutrition. Primarily veganism naturally contains the refusal of animal products in all areas of life, thus also in topics of clothing and lifestyle, and in addition, the refusal of keeping animals in zoos, circuses or the classical pet breeding. The basis for this is the idea of speciesism, i.e. the unjustified preferential or disadvantageous treatment of certain animals (and thus ultimately also of humans) solely on the basis of their species.

It is, for example, about questioning the largely arbitrary division of species into lovable, individual pets versus farm animals degraded to commodities – after all, both feel the same amount of pain – or about the basic attitude that animals, due to the multitude of alternatives, should not fulfil any benefit for humans and should instead be given rights.

Sustainability is generally a very broad concept, and without respect for sentient beings, true global sustainability and respectful coexistence are not possible. That is why this week we are also taking a closer look at moral factors, i.e. the everyday life of the animal industry in relation to animal welfare and animal and human rights – because the latter are closely linked to veganism.

Try today nevertheless directly this superfast and simple recipe:

https://vegan-taste-week.de/vegane-rezepte/gemuesepfanne

A summery vegetable pan that can be individually varied: With chopped nuts for bite and flavour, with yeast flakes for seasoning or with white beans as a protein component. With pasta or potatoes, for example – and garlic oil as a topping? It is done super-speedy and tastes great.

https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/jedes-zweite-saeugetier-ist-ein-nutztier
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/uba-umweltschaeden-landwirtschaft
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/tierprodukte-befeuern-globale-erwaermung
https://albert-schweitzer-stiftung.de/fische-krebstiere/fische-wild
https://www.peta.de/umwelt
https://www.annualreviews.org/doi/abs/10.1146/annurev-environ-020411-130608?journalCode=energy
http://www.fao.org/3/a-i3437e.pdf
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/schwerpunkte_2017_web.pdf
https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/beitrag-der-landwirtschaft-zu-den-treibhausgas#klimagase-aus-der-viehhaltung
https://www.quarks.de/umwelt/landwirtschaft/msc-3-kritikpunkte-an-dem-siegel/
https://www.pnas.org/content/early/2016/03/16/1523119113