Diesen Montag ist die Orientierungswoche für Erstsemester an der Uni Trier gestartet.
Als AStA sind wir, wie jedes Jahr, bemüht gewesen, gemeinsam mit Fachschaften und Hochschulgruppen einen würdigen Rahmen für die O-Tage zu schaffen.
Doch egal ob auf einer Kneipentour, am Infostand oder in unserem Studi-Café, ein Thema war dauerhaft präsent: Studentische Wohnungslosigkeit.
Uns haben in den letzten Tagen zahlreiche verzweifelte Anfragen von Studis, die keine Wohnung finden erreicht. Sie müssen bei Freunden auf dem Boden oder in teuren Hotels schlafen.
Einige pendeln stundenlang zur Uni. Das ist keine Perspektive für ein erfolgreiches Studium.
Zwar gibt es direkt neben der Uni ca. 200 freie Wohnungen, diese stehen aber aus Geldgier leer.
„Prop.com“ nennt sich die Website des äußerst fragwürdigen Dubai-Krypto-Investors, dem nun das Wohnheim am Kleeburger Weg gehört. Doch statt es zu vermieten, wird es als Spekulationsobjekt missbraucht. Scheinbar ist das Vermieten einfach weniger profitabel, als es nach einigen Jahren des Leerstands weiterzuverkaufen.
Bereits 2x versprach Präsidentin Eckkrammer, das Wohnheim würde „zum nächsten Semester“ öffnen.
Seit dem ist nicht viel passiert, entweder ließ die Präsidentin sich hier von einer dubiosen Holding verarschen, oder sie verarscht die Studierendenschaft.
Als AStA kritisieren wir das Versagen der Uni Leitung und insbesondere Frau Eckkrammer scharf, es kann nicht sein, dass Erstis mit fancy Content und teurem Marketing nach Trier gelockt werden, nur um dann im Stich gelassen zu werden.
Wir fordern, dass die Uni sich endlich wieder ihrem sozialen Auftrag bewusst wird.
Statt im V-Gebäude Däumchen zu drehen, sollte sich die Präsidentin für unsere Interessen einsetzen.
Andernfalls war der gestrige Protest und die Schmierereien nur der zahme Auftakt in einer langen Auseinandersetzung.

