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Da wir euch dieses Semester nicht wie gewohnt mit unserem Programm verwöhnen und informieren können, haben wir uns überlegt, euch dieses Semester über regelmäßige Posts und Beiträge zu verschiedenen Themen zu erreichen.

Jede Woche findet ihr hier informative und interessante Artikel z.B. über Stadtgärtnern, die Klimaziele oder Fast-Fashion. Rechts findest du das ganze Programm. Und bei Fragen, Ideen, Anregungen, etc. kannst du gerne gleich hier einen Kommentar lassen.

18.05.2020 Klimaziele
25.05.2020 Ökologisches Stadtgärtnern
01.06.2020 Fair Fashion 
08.06.2020 Artenschutz
15.06.2020 Digitalisierung und Nachhaltigkeit
22.06.2020 Veganismus
29.06.2020 Müll
06.07.2020 Nachhaltige Wirtschaftsmodelle
13.07.2020 Aktivismus
20.07.2020 Mobilität

Urban Gardening – Städtegärtnern

Urban Gardening bezeichnet im Allgemeinen die gärtnerische Nutzung von städtischen Flächen, um dort Lebensmittel anzubauen. Urban Gardening usually means the horticultural use of urban areas to grow food.
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Internationale Klimapolitik gegen globale Erwärmung – Die Klimaziele

 

Wetterextreme, Artensterben und veränderte Klimazonen – die globale Erwärmung ist nicht mehr zu leugnen. Das hat die Weltgemeinschaft dazu bewegt sich ambitionierte Klimaziele zu setzen, um den weltweiten Temperaturanstieg und dessen Folgen einzudämmen.

Von Co-Referentin Stef

Internationale Klimapolitik

Schon Ende der 1960er Jahre wurden erste Initiativen zur Koordination umweltpolitischer Maßnahmen auf internationaler Ebene diskutiert, jedoch ohne nennenswerte Ziele. Erst im Jahr 1992 wurde nach langwierigen Verhandlungen in Rio de Janeiro die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet (UNFCCC). Diese trug in erster Linie zur allgemeinen Verständigung von Zielsetzungen bei, die Treibhausgaskonzentration so zu reduzieren, dass die anthropogene Klimaerwärmung eingedämmt wird.

Wie solche Ziele und Maßnahmen aussehen, soll in weiteren Verhandlungen durch die UN-Klimakonferenzen festgelegt werden.

Als wesentlicher Fortschritt der internationalen Klimapolitik gilt die dritte Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmen-konvention in Kyoto 1997 (COP3).

Im Kyoto-Protokoll von 1997 hat sich die internationale Staatengemeinschaft erstmals auf verbindliche Handlungsziele für den Klimaschutz geeinigt. Der Geltungszeitraum war unterteilt in zwei Verpflichtungsperioden, die von 2008 bis 2012 und von 2012 bis 2020 dauern sollten. Die USA haben das Protokoll übrigens bis heute nicht ratifiziert.

Um den Klimaschutz auch nach diesem Geltungszeitraum zu wahren, bestand die Notwendigkeit eines neuen Abkommens. Dieses wurde auf der Klimakonferenz im Jahr 2015 als Pariser-Abkommen verabschiedet, welches erstmals ein konkretes Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau beinhaltet.

*Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Was wird auf lokaler Ebene beigetragen?

Auf Initiative der Bürger, der lokalen Agenda 21 e.V. sowie mit Unterstützung des Stadtrates wurde der Trierer Aktionsplan Entwicklungspolitik ins Leben gerufen, in dem konkrete Ziele und Maßnahmen für ein ökologisch-nachhaltiges, faires und international verantwortungsbewusstes Trier festgelegt wurden. 

Die Handlungsfelder des Zielpapiers orientieren sich an den entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes und greifen als Grundlage die „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen auf. 

Neben Zielen und Maßnahmen zur nachhaltigen Mobilität und Raumnutzung sieht sich die Stadt in der Verantwortung der Reduktion ihrer C02-Emissionen und ihres Ressourcenverbrauchs nachzugehen. 

*Quelle: Stadt Trier

Klimaziele – Was bedeutet das für Europa und Deutschland?

Die Europäische Union hat sich unter der Maßgabe der Klimarahmenkonvention und verschiedener eigener Beschlüsse zu energie- und klimapolitischen Zielen verpflichtet. Diese umfassen eine verbindliche Emissionsreduktion von 20% bis 2020, mindestens 40% bis 2030 und mindestens 80% bis 2050 im Vergleich zu 1990. Während die Ziele für das Jahr 2020 relativ leicht zu erreichen sind, erfordern die mittel- und langfristigen Ziele durchaus strenge Maßnahmen, um diese zu erfüllen.

Die deutschen Treibhausgasminderungsziele sind im Klimaschutzgesetz aus dem Jahr 2019 verbindlich festgelegt. Demnach sollen die Emissionen bis 2020 um mindestens 35% und bis 2030 um mindestens 55% gesenkt werden.

*Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Gerade am Klimaschutzgesetz gab es bis zuletzt Kritik. Hinsichtlich der Emissionseinsparungen setzt der Entwurf des Gesetzes keine neuen Ziele zu den rechtsgültigen europäischen Zielen, sondern beschreibt lediglich, welcher Sektor wie viel Treibhausgase ausstoßen darf. Kritisiert wird weiter, dass die Lücke, die entsteht, wenn ein Sektor mehr CO2 reduziert als geplant, durch einen anderen Sektor gefüllt werden kann. In Zukunft soll dieser CO2-Preis in einen europäischen Emissionshandel überführt werden.*

*Quelle: Die Zeit

CO2-Steuer vs. Emissionshandel: Der Preis von CO2 kurz erklärt.

https://www.youtube.com/watch?v=NeuCqDiZ_eE

Beispiel: Neuprogrammierung der Jalouisen

Was kann die Universität beitragen?
  • eine weiterhin aktive Teilnahme am Aktionsplan Entwicklungspolitik sowie bei der Lenkungsgruppe „Klima, Umwelt und Energie“ der Stadt Trier
  • Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung im Rahmen von Fragestellungen zu Themen der Ressourceneffizienz.
Vorschläge von uns:
  • Einrichtung eines statusgruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsbüros
  • ein nachhaltiges Beleuchtungskonzept erarbeiten, z. B. Lampen mit Bewegungsmelder ausstatten und der Einsatz von LED-Leuchtmitteln
  • Neu-Programmierung der Jalouisen

 Beispiel: LED-Beleuchtung im Café au C