{"id":18488,"date":"2025-12-15T14:27:44","date_gmt":"2025-12-15T14:27:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.asta-trier.de\/?p=18488"},"modified":"2025-12-15T14:27:46","modified_gmt":"2025-12-15T14:27:46","slug":"statement-des-autonomen-queerreferates-zu-den-juengsten-statements-des-rcds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.asta-trier.de\/gb\/stellungnahme\/statement-des-autonomen-queerreferates-zu-den-juengsten-statements-des-rcds\/","title":{"rendered":"Statement des Autonomen Queer*Referates zu den j\u00fcngsten Statements des RCDS"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Stellungnahme vom 15 Dezember 2025<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em> <\/em>Die Hochschulgruppe \u2018Ring Christlich Demokratischer Studenten Trier\u2019 (RCDS) hat als Teil ihres Wahlprogramms zur kommenden StuPa-Wahl in der \u201cDigitalen Wahlzeitung 2025\u201d ein Statement ver\u00f6ffentlicht, dass uns zu denken gibt. Direkt den zweiten Punkt ihres Programmes hat der RCDS dort daf\u00fcr verwandt, die Arbeit und das Existenzrecht des Autonomen Queer*Referates im AStA der Uni Trier per se infrage zu stellen. Zu den ge\u00e4u\u00dferten Behauptungen wollen wir uns im Folgenden \u00e4u\u00dfern.<br><br>1. Legitimation des Autonomen Queer*Referates<br><br><em> Das <\/em>Queer*Referat ist, wie auch die anderen autonomen AStA-Referate, durch seine<br>Peergroup, also die sich als \u2018queer\u2019 definierenden Studierenden, die das Referat auch<br>vertritt, legitimiert.<br>Jedes Semester l\u00e4dt das Referat zu seiner Vollversammlung ein, um die vergangene<br>Legislatur und die zuk\u00fcnftige Planung der Veranstaltungen des Referates zu<br>besprechen. Weiterhin wird dort ein neues Leitungsteam f\u00fcr das Referat gew\u00e4hlt. Hier<br>kann und soll jede Art von Kritik eine B\u00fchne finden.<br>Das Referat besteht, wie alle Referate des AStA, auch die Autonomen, aus einer<br>Hauptreferent*in, mehreren Co-Referent*innen und Freien Mitarbeitenden, die<br>satzungskonform gew\u00e4hlt werden und verschiedene Aufgaben innerhalb der<br>Verfassten Studierendenschaft, des AStA und des Referates erledigen.<br>Die letzte Vollversammlung des Autonomen Queer*Referates war am 20.11.2025. Zu<br>dieser wurde ordnungsgem\u00e4\u00df eingeladen und ein neues Leitungsteam gew\u00e4hlt, das in<br>den n\u00e4chsten Tagen und Wochen zu seiner Best\u00e4tigung im AStA und StuPa \u00fcbergehen<br>wird. Bei dieser Vollversammlung war niemand aus den Reihen des RCDS anwesend,<br>um eine Kritik h\u00f6rbar zu machen.<br>Die inhaltliche Legitimation des Referates besteht weiterhin darin, dass das Referat<br>die Belange seiner Peergroup vertritt und sich um die Repr\u00e4sentation aller queerer<br>Studierender bem\u00fcht.<br>Wer ihm sein Existenzrecht abspricht, spricht im Grunde allen queeren Studierenden<br>der Uni Trier ein Recht auf (politische) Repr\u00e4sentation und Partizipation in und<br>au\u00dferhalb der Gremien ab.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Behauptung, das Referat verfolge eine \u201cIdeologie\u201d.<br><br>Eine derartige Haltung, den queeren Studierenden ihre Repr\u00e4sentation, durch einen<br>eventuellen Wegfall des Referatsb\u00fcros wom\u00f6glich auch einen wichtigen Schutzraum<br>abzusprechen, ist durchaus ideologisch. Sie folgt der Ideologie, \u201cskurrilen<br>Minderheiten\u201d nicht zu viel Raum einzur\u00e4umen, wo doch \u201cnormalen Menschen\u201d mit<br>den dort \u201cverschwendeten\u201d Ressourcen besser geholfen w\u00e4re.<br>Diese Ideologie imitiert nicht nur die Sprache der rechtspopulistischen Partei AfD und<br>der gesamten europ\u00e4ischen Rechten der Gegenwart, sondern auch die Haltung des<br>Nationalsozialismus w\u00e4hrend seiner gesamten Existenz, insbesondere vor seiner<br>Machterschleichung.<br>Auf der anderen Seite wirft der RCDS unserem Referat eine ideologische Handlung<br>vor. Wir wissen weder, worum es sich tats\u00e4chlich in dieser Behauptung handelt, noch<br>k\u00f6nnen wir genau absch\u00e4tzen, was, ohne genau Kenntnisse unserer T\u00e4tigkeit zu haben,<br>an unserer Arbeit als ideologisch deklariert werden k\u00f6nnte. Wir vermuten, dass es sich<br>dabei anteilsweise um ein Infragestellen unserer Bitte zur Verwendung<br>geschlechtergerechter Sprache handelt. Mit dieser Bitte, sowie der Bitte, eine Person<br>mit den f\u00fcr sie passenden Pronomen zu be- und anzusprechen, vertreten wir direkt die<br>Anliegen unserer Peergroup und treten weiterhin f\u00fcr eine inklusive Sprache ein.<br>Weder wird eine Person diskriminiert, noch erlebt sie irgendeine Art von Nachteil,<br>wenn sie beim Versuch, anerkennende Sprache zu verwenden, scheitern sollte. Die<br>Weigerung zur Verwendung von inklusiver Sprache erzeugt an der Uni Trier keinen<br>nachweislichen Nachteil. Einzig behalten wir es uns vor, eine Person zum Schutz<br>unserer Peergroup darauf hinzuweisen, inklusive Sprache zu verwenden oder, im<br>schlimmsten Fall, den Schutzraum zu verlassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Verteilung von Geldern<br><br>Das Autonome Queer*Referat sieht sich nicht in der Bringschuld, seine Ausgaben gegen\u00fcber au\u00dfenstehenden Personen au\u00dferhalb der regul\u00e4ren Ver\u00f6ffentlichungspflicht zu verteidigen. Trotzdem m\u00f6chten wir darauf hinweisen, die uns zugewiesenen Gelder ausschlie\u00dflich in nachvollziehbarer H\u00f6he und f\u00fcr vertretbare Zwecke verwendet zu haben. Kein Geld wurde unsachgem\u00e4\u00df eingesetzt oder f\u00fcr Zwecke au\u00dferhalb unseres Aufgabengebietes aufgebracht. Jede derartige Art von Vorw\u00fcrfen weisen wir evidenzbasiert entschieden von uns. Unsere Gelder werden eingesetzt zur F\u00f6rderung und Herstellung queerer Schutzr\u00e4ume, sowie zur Organisation von Veranstaltungen mit Ausrichtung auf<br>queere* Studierende.<br>Wer in Frage stellt, dass es diese Veranstaltungen geben sollte, bei denen \u00fcbrigens<br>auch nicht-queere Studierende gerne willkommen sind und bereits daran teilnehmen,<br>der stellt sich diametral gegen das Recht auf Partizipation queerer* Studierender am<br>Campusleben.<br>Und damit gegen unser Existenzrecht als Referat, da wir genau daf\u00fcr vor vielen Jahren<br>gegr\u00fcndet worden sind.<br>Weiterhin m\u00f6chten wir betonen, dass der RCDS gerne eingeladen ist, sollte er jemals<br>die n\u00f6tige Mehrheit besitzen, die Verteilungsfragen der Gelder innerhalb der<br>Studentischen Selbstverwaltung gerne anderweitig zu beantworten.<br>Im Augenblick wird der AStA von weit weniger queer-feindlicher Seite gef\u00fchrt und<br>solange dem so ist, werden wir unser Recht geltend machen, unseren Zweck zu<br>erf\u00fcllen die queeren Studierenden mit Veranstaltungen und anderen Angeboten zu<br>versorgen.<br><br>Conclusio<br><br>Der RCDS hatte mehrfach die Gelegenheit, unsere Struktur kennenzulernen, die offenbar<br>offenen Fragen \u00fcber unsere Relevanz innerhalb der Verfassten Studierendenschaft zu stellen<br>oder eine anderweitige inhaltliche Ebene w\u00e4hlen, mit uns ins Gespr\u00e4ch zu treten.<br>Da der RCDS aber weder bei einer unserer letzten vier Vollversammlungen anwesend war,<br>noch bei der Vollversammlung der verfassten Studierendenschaft, bei der wir einen<br>Rechenschaftsbericht abgelegt haben, und auch der Vollversammlung des AStA<br>ferngeblieben ist, deuten wir die innerhalb der \u201cDigitalen Wahlzeitung 2025\u201d get\u00e4tigten<br>Aussagen als ein populistisches S\u00e4belrasseln von rechts.<br>Wir h\u00e4tten uns gefreut, die Gelegenheit zu haben, jemanden aus den Reihen bei einer der oben<br>genannten, oder einer der vielen von uns organisierten Veranstaltungen anzutreffen, leider ist<br>dies aber bisher nicht geschehen. Aus diesem Grund hinterfragen wir die Objektivit\u00e4t der<br>getroffenen Aussagen und laden den RCDS ein, sich beim n\u00e4chsten Mal ein Bild unserer<br>Arbeit zu machen, bevor er sie f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Schmierenkampagne verwendet.<br>Da den aufgestellten Behauptungen keinerlei Verbesserungsvorschl\u00e4ge folgen, f\u00fchlen wir uns<br>in der Bewertung best\u00e4rkt, dass es sich um wenig mehr als um Populismus handelt. Wir<br>sagen: Diese Universit\u00e4t hat viele Probleme, die angegangen werden m\u00fcssen und die es gilt,<br>nachhaltig zu verbessern. Die Partizipation queerer* Studierender am Campusleben und<br>dar\u00fcber hinaus ist sicherlich keines dieser Probleme, auch nicht, wenn sie Geld kostet.<br><br>Wir hoffen, dass die get\u00e4tigten Aussagen des RCDS einen \u2018Ausrutscher\u2019 darstellen, dass alle<br>Hochschulgruppen &#8211; politisch oder nicht &#8211; das Grundrecht auf die Partizipation von<br>Minderheiten anzuerkennen lernen oder bereits anerkennen, dass sich die Hochschulgruppen<br>von dieser Art rechtspopulistischer Kampagnen distanzieren und wieder auf Inhalte<br>fokussieren. Auf dass wir diese Universit\u00e4t und unseren Hochschulalltag weitergehend ohne<br>derartige Dinge gestalten k\u00f6nnen, denn \u201cVon Studis. F\u00fcr Studis\u201d meint ALLE, auch die<br>queeren* Studierenden.<br><br>Gez.<br>Henseleit, Auberer, Roth<br>Hauptreferent*in und Co-Referenten des Autonomen Queer*Referates<br><br><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme vom 15 Dezember 2025 Die Hochschulgruppe \u2018Ring Christlich Demokratischer Studenten Trier\u2019 (RCDS) hat als Teil ihres Wahlprogramms zur kommenden StuPa-Wahl in der \u201cDigitalen Wahlzeitung 2025\u201d ein Statement ver\u00f6ffentlicht, dass uns zu denken gibt. 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